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Informationen zu dieser Episode

InselabschnittBearbeiten

Sayid kniet beim Helikopter in der Nähe von Naomis Leiche und betet offensichtlich. Jack und Juliet gehen an ihm vorbei.

Jack: Hat Ben je erwähnt, dass er jemanden außerhalb dieser Insel kennt?

Juliet: Nein.

Jack: Bist du da sicher?

Juliet: Nein.

Miles: Es ist ganz einfach. Wisst ihr, wo er ist oder wisst ihr's nicht?

Jack: [im Hintergrund] Was wollt ihr von ihm?

Miles: [im Hintergrund] Seinen genauen Aufenthaltsort bestimmen.

Sayid steht auf und geht in Richtung Naomis Leiche.

Miles: Meine Auftraggeber haben gesagt, der Name ist Benjamin Linus, und mir das Foto gegeben. Mehr haben sie nicht gesagt.

Dan wirft Kate einen beunruhigten Blick zu.

Miles: [im Hintergrund] Wir sollen ihn finden. Und bei dem, was sie mir zahlen, stell ich keine weiteren Fragen. Also was ist?

Jack: [im Hintergrund] Ihr wollt Ben haben? Okay, er ist bei Locke. Eure Freundin...

Sayid kniet neben Naomi und schließt ihre Augen.

Miles: [im Hintergrund] Charlotte.

Sayid bedeckt Naomis Gesicht.

Jack: [im Hintergrund] Charlotte. Sie ist auch bei Locke, okay?

Miles: [im Hintergrund] Locke ist der Kerl, der Naomi getötet hat, ja? Gib mir meine Waffe zurück, Shephard.

Sayid sieht sich Naomis linke Hand an. Sie trägt einen silbernen Armreif.

Jack: [im Hintergrund] Du willst deine Waffe? Ich will Antworten.

Sayid nimmt Naomis Armreif ab und betrachtet es genauer. Auf der Innenseite ist eine Inschrift: "N, ich werde immer bei dir sein, R. G."

Jack: [im Hintergrund] Du traust mir nicht, schön. Ich trau dir nämlich auch nicht.

Schnitt zu Miles.

Miles: Du sollst angeblich tot sein, und stell ich dir tausend Fragen? Nein. Aber wir zwei haben das selbe Problem und zwar diesen Locke.

Kate: Selbst wenn er eure Freundin hat, könnt ihr da nicht einfach reinmarschieren und sie euch schnappen. Die sind bewaffnet.

Miles: Na und wenn schon? Wir doch auch. Warum gehen wir nicht einfach los...

Er wird unterbrochen.

Said: Ihr geht nirgendwo hin. Kann der Hubschrauber fliegen?

Sayid geht auf Frank zu.

Frank: Dazu ist er da.

Said: Dann kannst du mich zu eurem Schiff bringen.

Jack: Sayid, warte mal kurz.

Said: Wir haben um Hilfe gerufen, weil wir von der Insel weg wollen, oder?

Sayid wendet sich wieder an Frank.

Said: Was ist?

Frank: Wir haben viel Sprit verbraucht. Ich kann nicht viel Gewicht laden. Ich kann drei mitnehmen.

Miles: Falls du nicht ganz bei dir warst, während du dein Bärtchen gezwirbelt hast, einer von diesen Wilden hält Charlotte gefangen.

Said: Ich bring sie euch wieder, wohlbehalten. Wenn mir das gelingt, bringst du mich dann zum Schiff?

Frank: Auf jeden Fall. Du bringst Charlotte wohlbehalten wieder, und ich flieg dich von der Insel runter.

VorausblendeBearbeiten

Ein Mann auf einem Golfplatz. Er ist gerade dabei einen Abschlag zu machen. Es handelt sich um Sayid, seine Haare sind jedoch länger. Ein Golfwagen kommt herbeigefahren als Sayid zu seinem Ball geht und seinen Schläger absetzt. Der Mann spricht ihm mit einem italienischen Akzent an.

Italiener: Guten Morgen

Sayid: Guten Morgen.

Italiener: [aus dem Golfwagen heraus] Es ist weit bis zum nächsten Loch. Soll ich Sie mitnehmen?

Sayid: Nein, vielen Dank. Mein Ball ist hier.

Italiener: Sie sind der erste Mensch, dem ich heut Morgen hier begegnet bin.

Sayid: Wir beide bezahlen auch ziemlich viel für dieses Privileg.

Italiener: Das ist wahr.

Der Mann steigt aus dem Wagen. Sayid bereitet sich auf den Schlag vor.

Italiener: Das erste Mal hier auf den Seychellen? [ihm fällt Sayid Schläger auf] Oh-oh, nehmen Sie das Fünfer-Eisen.

Sayid: Ich denk, ich bleibe beim Siebener.

Italiener: Wie wär's, 50 Euro wenn meiner näher bei der Fahne aufkommt wie mit dem Fünfer.

Sayid: Sagen wir 100.

Italiener: Eccelente. Fantastisch, nicht wahr? Mit einer kleinen Wette macht alles gleich viel mehr Spaß.

Sayid schlägt den Ball ab, der auf dem Grün landet.

Italiener: Nicht übel, nicht übel. [seufzt] Und, was für einer Arbeit gehen Sie nach, mein Freund?

Sayid: Ich arbeite nicht.

Italiener: Nein? Wie bezahlen Sie dann diesen Urlaub?

Sayid: Ich habe eine etwas höhere Abfindung bekommen.

Italiener: Firmenzusammenschluss?

Sayid: Nein, ein Flugzeugabsturz. Oceanic Airlines Flug 8-1-5. Ich bin Sayid Jarrah, einer der Oceanic 6.

Der Mann sieht ihn nervös an.

Italiener: Ah, das... das ist fantastisch. Ich habe damals alles darüber gelesen.

Sayid: Sie sind dran, mein Freund.

Der Mann sieht Sayid an, schlägt dann den Ball, der ebenfalls auf dem Grün landet, jedoch näher am Loch als Sayids.

Sayid: Sie haben Recht gehabt mit dem Fünfer-Eisen.

Der Mann geht wieder zu seinem Golfwagen.

Italiener: Tja, ähm, viel Vergnügen noch. Und vergessen Sie die Wette, war nur Spaß.

Sayid: Nein, Sie haben gewonnen. Ich begleiche meine Schulden.

Italiener: Nicht nötig, danke, das äh..

Sayid reicht in seine Golftasche.

Sayid: Ich bestehe darauf, Mr. Avellino.

Sayid zieht eine Waffe hervor und erschießt Mr. Avellino. Sayid nimmt seine Schläger und geht. Die Bewässerungsanlage schaltet sich ein.

[Main credits]

Eine geschäftige Straße ist durch ein Fenster zu sehen. Sayid mit etwas längeren Haaren betritt das Café, während andere es verlassen. Am Tresen und den Tischen sitzen Menschen und trinken etwas. Sayid trägt eine laminierte Karte und schaut sich im Café um als sei er auf der Suche nach jemandem. Er entdeckt einen freien Platz.

Sayid: Ist hier frei?

Die Frau nickt. Sayid lächelt, setzt sich hin und schlägt seine Karte auf.

Frau: Wo wollen Sie denn hin?

Sayid: Ich bin auf der Jagd nach dem Berliner Bär.

Frau: [lacht] Im Ernst, sagen Sie schon.

Sayid: Ich bin Bärenjäger, ich muss Fallen aufstellen. [lacht] Ich muss zum Potsdamer Platz.

Frau: Den können Sie nicht verfehlen. Sie müssen lediglich einen Block die Straße runtergehen.

Sayid: Danke.

Sayid sieht sich im Café um.

Frau: Ich bin Elsa.

Sayid: Sayid.

Kellner: Was darf ich Ihnen bringen?

Sayid: Ich möchte einen Espresso.

Kellner: Kommt sofort.

Elsa: Ich vermute, Sie sind geschäftlich in Berlin?

Sayid: Ja, ich bin Headhunter. Ich werbe Arbeitskräfte ab. Und was machen Sie?

Elsa: Mein Arbeitgeber ist Ökonom. Er investiert in kommende Märkte. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht genau, was er da macht; doch das spielt keine Rolle, denn das einzige, das ich tue, ist für ihn einkaufen. [sie zeigt ihm einen Pager] Und wenn das hier klingelt, dann muss ich auf der Stelle los, was fantastisch ist, denn er ist nur ein oder zweimal im Jahr hier.

Sayid: Deswegen können Sie sich den Luxus leisten, den ganzen Tag im Café zu sitzen.

Elsa: Ja.

Sayid: [als der Kellner ihm den Kaffee bringt] Danke. [lächelt]

Elsa: Sagen Sie - kenn ich Sie von irgendwoher?

Sayid: Ich werde Ihnen verraten, woher Sie mich kennen.. wenn ich Sie zum Essen einladen darf.

Elsa: Um… [zeigt auf die Karte] Da ist das Restaurant, in das Sie mich heute Abend einladen. Acht Uhr.. das heißt, falls Sie es finden sollten. [sie geht]

Sayid geht eine Straße entlang. Im Hintergrund ist eine Polizeisirene zu hören. Sayid nimmt ein Handy aus seiner Manteltasche und wählt.

Männliche Stimme: [durchs Telefon] Hallo?

Sayid: Ich hab Kontakt aufgenommen.

Männliche Stimme: [durchs Telefon] Gut.

Sayid legt auf, wirft das Telefon in einen Mülleimer und wischt seine Finger mit etwas Schnee ab als er eine Straße überquert.

InselabschnittBearbeiten

Sayid holt einen Zettel aus einem Rucksack hervor und entfaltet ihn. Jack, Juliet und Kate sitzen ganz in der Nähe auf dem Boden. Sayid kommt zu ihnen.

Sayid: Seht euch das an.

Jack steht auf.

Sayid: Das hatte Naomi bei sich.

Auf dem Zettel ist ein Bild von Desmond und Penny zu sehen.

Sayid: Sie hat nach Desmond gesucht. Welche Ziele sie auch verfolgen, darüber reden wollen sie anscheinend nicht. Vielleicht kann Desmond sich einen Reim drauf machen.

Jack kniet sich wieder hin.

Jack: Wie lange braucht man zum Strand und zurück?

Juliet: Ein paar Stunden.

Jack: Würdest du gehen?

Juliet: [schüttelt den Kopf] Klar, wenn ich helfen kann.

Kate sieht sich um.

Jack: [folgt Sayid] Sayid, wie stellen wir das an?

Sayid bleibt kurz stehen, bis Jack ihn erreicht. Beide gehen weiter von Kate und Juliet weg.

Sayid: Du bist nicht der richtige Kandidat für so eine Mission.

Jack: Was für eine Mission ist es denn?

Jack und Sayid halten an.

Sayid: Ich werde Locke zwingen, Charlotte freizulassen. Aber ohne dass Blut vergossen wird.

Jack: Im Gegensatz dazu, wie ich es tun würde.

Sayid: Als ihr euch zuletzt begegnet seid, hast du eine Waffe auf ihn gerichtet und abgedrückt.

Jack atmet genervt aus.

Sayid: Das war nicht sehr diplomatisch.

Miles setzt sich einen Rucksack auf und kommt auf Sayid zu als Jack weggeht.

Miles: Hey, Jarrah, du glaubst doch nicht, dass du Charlotte ohne mich holst?

Jack hält inne und steckt eine Waffe in seinen Hosenbund.

Sayid: Natürlich nicht.

Miles: [überrascht] Oh. Dann ist ja gut.

Sayid: [mit leichtem Lächeln] Ist sonst noch etwas?

Miles: Ja, gib mir meine Waffe zurück.

Sayid: [im Gehen] Wir brechen in zehn Minuten auf.


Locke und seine Gruppe zieht durch den Dschungel. Sawyer schubst Ben.

Saywer: Rückst du jetzt nen Namen raus, Gizmo?

Locke dreht sich nach hinten um. Danielle führt Ben an dem Seil, das um seine Hände gebunden ist.

Locke: Er wird dir nicht sagen, wer sein Spion auf dem Frachter ist, James.

Saywer: Ach, und wieso nicht?

Locke: Weil das der einzige Grund ist, wieso er noch am Leben ist.

Saywer: Ich hab ne Idee: wir nehmen ne Knarre, zielen auf seinen großen Zeh und sehen mal wer dann die Pflaumen schüttelt.

Ben sieht leicht amüsiert aus.

Saywer: Und wenn er immer noch nicht reden will, machen wir mit dem nächsten Zeh weiter. Warum machen wir das nicht?

Locke: Weil wir ihn dann tragen müssen.

Sawyer hält inne. Locke bleibt stehen und sieht sich besorgt eine leere Lichtung an. Er beugt sich zu einer Linie mit grauer Asche hinunter und nimmt etwas davon mit seinen Fingern auf. Er sieht noch einmal verwirrt die Lichtung an. Aaron beginnt zu weinen.

Claire: Hey, John, wie weit ist es noch? Ich muss Aaron irgendwann stillen.

Locke: Es müsste hier sein, die Hütte war hier.

Hurley: [verwirrt] Vielleicht haben wir uns verlaufen. Sie kann überall sein.

Locke: [nachdrücklich] Nein, sie war hier.

Saywer: Was ist überhaupt in der Hütte, was so verflucht wichtig ist?

Ben: John sucht nach jemandem, der ihm sagt, wie es jetzt weitergehen soll.

Locke dreht sich zu Ben um, der lächelt. Locke scheint eine Entscheidung zu treffen.

Locke: Anscheinend hab ich mich geirrt, das ist nicht... das ist unwichtig, wir marschieren weiter. Das Dorf ist nicht mehr weit.

Danielle: Wenn ihr Team bei Jacks Gruppe ist, dann wissen sie, dass wir zum Dorf gehen.

Charlotte bleibt still.

Saywer: Ja, und Rotlöckchen hatte ne Weste an, also werden ihre Freunde hier auftauchen und ne fette Schießerei anzetteln.

Hurley: Wenn die nur sie wollen, sollten wir sie vielleicht gehen lassen. Ich mein, ich dachte, wir wollen.. uns nur verstecken. Wozu brauchen wir da Gefangene?

Locke: Wir behalten sie. Sie ist von großem Nutzen für uns.

Hurley: [beunruhigt] Wieso von großem Nutzen?

Charlotte: Er meint als Geisel, Schätzchen.

Hurley: Aha.. Nein, so hab ich mir das nicht vorgestellt.

Locke: Wie hast du es dir vorgestellt, Hugo?

Hurley: Hey, ich mein ja nur, ich denke, wenn wir sie gehen lassen, dann werten sie das als Zeichen unserer guten Absichten..

Locke: Sie würden es als ein Zeichen unserer Dummheit werten, und das wäre es auch.

Hurley: Ich versuch nur einen Kompromiss zu finden, mit dem wir..

Locke: [unterbricht ihn] Wir werden keinerlei Kompromisse eingehen. Und von nun an Hugo treffe ich die Entscheidungen. Hast du irgendein Problem damit?


Der Helikopter steht auf einem Feld. Sayid packt etwas in seinen Rucksack. Jack sieht in die Ferne.

Kate: Scheißgefühl, hm?

Jack dreht sich zu Kate.

Jack: Was?

Kate: Wenn einem gesagt wird, dass man nicht mit darf. [Jack lächelt] Jetzt weißt du, wie es mir immer geht.

Jack: Heißt das, ich soll zwanzig Minuten warten und dann trotzdem gehen?

Beide lachen.

Kate: Touché.

Jack: Du solltest mitgehen.

Kate: Ist das dein Ernst?

Jack: Ja.

Sayid zieht seinen Rucksack zu.

Kate: Wieso? Traust du Sayid nicht?

Jack: Ich traue Locke nicht.

Kate: Und was hält ihn davon ab, mir dasselbe anzutun wie Naomi?

Jack: Sawyer wird es nicht zulassen.

Kate geht zu Miles und Sayid, eine Waffe in der Hand.

Kate: Braucht ihr Verstärkung?

Miles: [sarkastisch] Ach, sie kriegt ne Waffe.

Sayid: [ruhig] Die Waffe ist nur für den Notfall, Kate.

Kate: Ich hoffe, Locke weiß das auch.

Miles: Hey. Abflug.

Sayid, Kate und Miles gehen in den Dschungel. Jack holt eine Flasche Wasser aus dem Helikopter und geht wieder. Frank spricht ihn an.

Frank: Dieser Sayid – wo kommt der her?

Jack bleibt stehen, dreht sich zu Frank um.

Jack: Irak.

Frank: Irak? Also geht er zu ihnen und verhandelt mit denen. Was war er? Diplomat?

Jack: Nein. Nein, er hat gefoltert.

Frank sieht ihn überrascht an.


Sayid führt Kate und Miles von der Lichtung weg. Er schaut sich Naomis Armreif an.

Sayid: Diese Naomi - hast du ihr nahegestanden?

Miles: Nein. Hab sie auf dem Schiff kennengelernt.

Sayid: Du scheinst von ihrem Tod nicht sonderlich betroffen gewesen zu sein.

Miles: Klar bin ich betroffen. Ist immer schade um ne schöne Frau.

Kate: Reizend.

Sayid: Diese andere Frau, Charlotte. Du scheinst dich auch nicht um sie zu sorgen, oder?

Miles: Definiere "sorgen".

Sayid: So viel zum Thema Freundschaft.

Miles: Bitte? Wer ist denn hier mit Waffen hinter seinen Leidensgenossen her? Ich sorge mich hauptsächlich um Locke. [hält an] Vielleicht kannst du mir verraten, wie er es geschafft hat, eure glückliche Familie zu entzweien.

Sayid: [blickt zu Kate] Es gab eine Grundsatzdebatte darüber, ob ihr gekommen seid, um uns zu retten.. oder zu töten.

Miles: Und auf welcher Seite stehst du?

Sayid: Das sag ich dir, wenn ich mich entschieden hab.

Sie gehen weiter.

VorausblendeBearbeiten

Eine Tür mit einem Spion ist zu sehen. Elsa öffnet die Tür und Sayid steht im Anzug auf der anderen Seite.

Elsa: Du siehst fantastisch aus.

Sie umarmen sich.

Elsa: Genau deswegen wollte ich mit dir in die Oper gehen.

Sie küssen sich.

Sayid: Wenn ein Mann nicht beim fünften Date seinen guten Anzug tragen kann, wann dann?

Elsa führt Sayid hinein zu einem Spiegel. Sayid steht hinter ihr. Sie greift nach einer Kette und hält sie Sayid hin, damit er sie um ihren Hals legt. Er tut es. Sie reicht nach ihrer Tasche und ihrem Pager, hält inne und legt den Pager zurück. Sayid küsst ihren Nacken.

Elsa: Weißt du was? Ich nehm's nicht mit. Wenn er heute Nacht anruft, Pech gehabt.

Sayid nimmt den Pager.

Sayid: Ich nehm es mit. Falls er doch anruft. Ich will nicht, dass du meinetwegen gefeuert wirst. Sag deinem Arbeitgeber, die Technologie hat Fortschritte gemacht.

Elsa: Das hab ich versucht. Er ist ziemlich altmodisch. Du weißt ja wie Bosse manchmal sind. [pausiert] Hast du einen Boss?

Sayid: Jeder Mensch hat einen Boss.

Elsa nickt.

Sayid: Komm, wir wollen nicht zu spät kommen.

Elsa: Wieso bist du noch hier? Ich meine, als wir uns kennenlernten, sagtest du, du wärst nur für eine Woche in Berlin.

Sayid: Der Auftrag, an dem ich arbeite, ist schwerer auszuführen, als ich gedacht hatte.

Elsa: Oh. [nickt und lacht] Verstehe. Ich hatte gehofft, es wäre.. vielleicht meinetwegen.

Sayid lächelt und Elsa küsst ihn auf die Wange.

Sayid: Lass uns gehen. Strauß erwartet uns.

InselabschnittBearbeiten

Das Innere des Helikopters ist zu sehen. Daniel nimmt mit einem nervösen Gesichtsausdruck einen Koffer und einen großes Metallrohr aus dem Helikopter. Er schaut sich um, stellt Berechnungen an, legt den Koffer hin, öffnet das Metallrohr und macht daraus ein Stativ. Er öffnet den Koffer und bringt kompliziert aussehendes technisches Gerät zum Vorschein, das er auf dem Stativ aufbaut

Jack: Was ist das für einer?

Frank: Daniel? Kann ich dir nicht sagen. Die eine Hälfte von dem, was er sagt, ist mir zu hoch, die andere ist mir viel zu hoch.

Daniel: Hey, äh, Frank? Kann ich, äh [läuft beinahe in einen Ast] entschuldigt bitte die Störung. Kann ich kurz das Telefon haben, nur ne Sekunde.

Frank: Wofür?

Daniel: Ich will nur Regina auf dem Schiff anrufen. Ich dachte, wenn wir sowieso warten müssen, könnte ich also.. könnte ich versuchen..

Frank: Was ist denn, Daniel?

Daniel: Ich würde nur gerne ein Experiment machen. Einfach nur äh...

Frank: Okay. Aber du sprichst nur über dein Forscherzeurg, alles klar?

Frank gibt Daniel das Satellitentelefon.

Daniel: Ja.

Frank: Wenn Minkowski dran ist, dann wirst du sofort auflegen.

Daniel: Ja, danke. Danke.

Daniel geht zu seiner Ausrüstung und wählt. Jack steht auf.

Regina: [durch das Telefon] Hallo?

Daniel: Regina? Hallo? Hi, hier ist Dan. Sekunde..

Daniel drückt einen Knopf am Telefon und legt es auf den Boden neben seinen Koffer.

Daniel: Kannst du mich hören?

Regina: Ja.

Daniel: Ja? Okay, warte kurz.

Daniel drück einen Knopf an seinen Gerätschaften, die ein Piepen von sich geben.

Daniel: Ich bin äh.. ja [drück einen Knopf] Ich wär dann soweit. Ich hab dich anvisiert. Hast du mich drauf?

Jack sieht verwirrt und besorgt aus.

Regina: Ich hab dein Signal. Klar und deutlich.

Daniel: Oh, okay, sehr gut dann... okay.. schick die Kapsel los.

Regina: Kapsel ist unterwegs.

Frank: Keine Panik, sowas hat er auf dem Frachter andauernd gemacht.

Jack sieht sich besorgt um. Daniel blickt gen Himmel.

Regina: Vierzig Kilometer bis zum Ziel. 35 Kilometer bis zum Ziel. Dreißig Kilometer bis zum Ziel. 25 Kilometer bis zum Ziel. Zwanzig Kilometer bis zum Ziel.

Daniel sucht verwirrt den Himmel ab.

Regina: 15 Kilometer bis zum Ziel. Zehn Kilometer bis zum Ziel.

Daniel: Regina?

Regina: Fünf Kilometer bis zum Ziel.

Daniel: Hm.

Regina: Null.

Daniel: Ich hab sie nicht.

Jack sieht Frank an, der sich keine Gedanken zu machen scheint.

Regina: Ist ja eigenartig.

Daniel: Das ist weitaus mehr als eigenartig.


Wäsche schwingt auf einer Wäscheleine. Sayid bewegt sich leise durch den Dschungel. Miles kriecht auf dem Boden. Kate kommt hinter Sayid. Die Baracken sind zu sehen, alles ist durcheinander. Der Rasen ist nicht gemäht und herumliegende Möbel sind zu sehen. Ein Schaukel bewegt sich im Wind.

Miles: Warum haben die Schaukeln, gibt's hier'n Kindergarten?

Kate: [zu Sayid] Meinst du, sie sind da?

Sayid: Finden wir's raus.

Sayid, Miles und Kate gehen in einen Garten, die Waffen bereit. Ein lautes Knallen ist zu hören. Noch mehr Wäsche auf einer Leine ist zu sehen, ein Windspiel zu hören. Sayid schaut mit gezogener Waffe um die Ecke eines Hauses. Miles und Kate folgen ihm. Sie halten an einem Baum inne als unterdrücktes Schreien zu hören ist. Kate deutet in eine Richtung.

Kate: Das kommt von da.

Sie laufen zu einem Haus. Kate spannt ihre Waffe und Sayid tritt die Tür ein. Alles im Haus ist durcheinander, das Geschirr liegt herum, die Möbel sind umgestürzt. Mehr Schreie sind zu hören, denen Sayid nachgeht. Er bleibt vor einer Doppeltür stehen, die mit einem Seil verschlossen ist. Er steckt die Waffe in seinen Gürtel, knüpft das Seil auf und reißt die Tür auf. Hurley sitzt geknebelt auf dem Boden.

Kate: Hurley, was ist passiert?

Hurley: [verängstigt] Die haben mich zurückgelassen.

Hurley sitzt in einem Stuhl. Sayid steht bei ihm, auch Kate und Miles sind in der Nähe.

Hurley: Locke hat voll den Koller gekriegt, Mann. Er-er hat so ne Frau als Geisel genommen. Er meinte Walt, hätte ihm gesagt, er soll die andere Frau umbringen, und..

Sayid: [unterbricht] Walt?

Hurley: Alter, frag nicht. Ich hab versucht, ihn in ne Diskussion zu verwickeln, damit er sich mal.. weißt schon.. abregt, aber...

Miles: [unterbricht] Wie wär's, wenn du aufhörst zu schwafeln und uns sagst, was mit ihnen los ist. Wo sind sie?

Hurley: Wer bist du?

Miles: Wo sind sie hin, Moppel?

Hurley: Oh, ist ja super, die haben uns noch'n Sawyer geschickt.

Sayid: [geduldig] Hurley, wo sind sie hin?

Hurley: Tja, ich fürchte die haben beim Fesseln vergessen, mir ihre Pläne mitzuteilen.

Kate: Sie sind alle zusammen verschwunden?

Hurley: Ja, die hatten alle Schiss. Locke hat gesagt, die vom Schiff sind da, um Charlotte zu retten und um uns dann zu töten. [zu Miles] Also.. ist das so?

Miles: Noch nicht.

Hurley sieht verängstigt aus.

Sayid: Haben sie irgendwas gesagt, das darauf hinweist, wo sie hinwollten?

Kate gibt Hurley eine Tasse.

Hurley: Ähm, Locke hat gesagt, sie wollten zu Bens Haus bevor sie los sind.

Sayid: Warum ausgerechnet dahin?

Hurley: [zuckt mit den Schultern] Vielleicht wollten sie Ben auch in nen Schrank einschließen.

Miles: Wo ist Bens Haus?


Zurück beim Helikopter. Jack zurrt einen Riemen am Rucksack fest.

Jack: Was dagegen, wenn ich dich was frage?

Frank: Schieß los.

Jack: Haben die Red Sox wirklich die World Series gewonnen?

Frank: [sieht gequält zu ihm hoch] Hey, erinner mich bloß nicht daran, okay? Mein Dad kommt aus der Bronx. Ich bin Yankees-Fan.

Jack: [Lacht leise] Ich glaub's nicht. Schon hundert Tage her, dass ich'n Spiel gesehen hab.

Daniel dreht sich plötzlich um und sieht in den Himmel. Ein hohes Pfeifen ist zu hören. Daniel sieht glücklich und erleichtert aus.

Daniel: Oh, die Kapsel! [deutet in Richtung Himmel] Sie kommt endlich.

Ein Objekt, das einen Kondensstreifen hinterlässt ist am Himmel zu sehen. Es fliegt Richtung Boden und schlägt nur wenige Meter vom Hubschrauber entfernt auf. Daniel läuft sofort zu ihm hin. Frank sieht unbeeindruckt aus während Jack etwas schockiert dreinblickt. Daniel zieht ein Objekt aus dem Boden und schraubt es in zweit Teile. Jack kommt auf ihn zu.

Jack: Was ist das?

Daniel: Eine Rakete.

Daniel entnimmt der Rakete ein kleines Objekt und steht auf. Als es piept, sieht er es an und sieht danach auf seine Uhr. Jack sieht verwirrt aus, Frank amüsiert.

Daniel: Oh, nein.

Daniel läuft zu dem Stativ hinüber. Er nimmt eine Uhr, die darauf liegt und sieht sich die Zeit an "02:45:03". Das Objekt aus der Rakete ist eine weitere Uhr, die jedoch "03:16:22" anzeigt.

Daniel: [zu sich selbst] 31 Minuten.

Jack und Frank kommen zu ihm.

Daniel: Oh, nein, das ist nicht gut.

Frank: Deine Freunde kommen zurück..

Juliet kommt auf sie zu, hinter ihr Desmond, der ein Gewehr trägt. Desmond ist erstaunt über den Anblick des Helikopters. Juliet lacht.

Desmond: Wow.. sieh dir das an.

Juliet nickt.


Ein Tür öffnet sich und zeigt einen Raum. Das Bild eines jungen Mädchens ist an der Wand zu sehen. Sayid, Miles, Hurley und Kate treten ein.

Sayid: Seht, ob ihr einen Hinweis darauf findet, wo sie hin sind. Ich fang hier an.

Miles sieht sich um. Kate zieht ihre Waffe und tritt gegen eine Tür, die in Bens Schlafzimmer führt. Afrikanische Stammesmasken sind zu sehen. Kate sieht sich den Schrank genauer an, in dem nur unbenutzte Kleiderbügel sowie eine kleine Schachtel sind. Sayid streicht über ein paar Bücher in einem Regal, blickt dann nach unten und entdeckt Schleifspuren auf dem Boden. Er zieht an dem Buchregal und entdeckt einen geheimen Raum. Mit vorgehaltener Waffe betritt er den Raum und macht Licht. In dem Raum sind Kleiderständer mit verschiedenen Kleidungsstücken, Koffer sowie ein Schreibtisch zu sehen. Er öffnet eine Schublade und entdeckt eine Reihe von Geldbündeln in verschiedenen Währungen sowie in einer anderen Schublade einige gefälschte Pässe von Ben. Kate schaut mittlerweile unter Bens Bett. Sie sieht ein Paar Füße in Jeans und Arbeitsstiefeln das Zimmer betreten. Sie steht auf, die Waffe bereit. Sawyer hält sich den Finger an die Lippen und deutet ihr an, leise zu sein. Danach schließt er die Tür.

Kate: Sayid!

Sayid legt die Pässe wieder in die Schublade und geht aus dem geheimen Raum. Locke steht plötzlich vor ihm und bedroht in mit einer Waffe.

Locke: Kate geschieht nichts, keine Angst.

Sayid sieht sich im Raum um und sieht, wie Danielle Miles mit einer Waffe bedroht. Hurley kommt auf Locke zu.

Locke: Gut gemacht, Hugo.

Sayid sieht enttäuscht aus.

Hurley: Sorry, Alter.

Sayid wird von Danielle mit einer Waffe durch die Baracken geführt. Hurley läuft hinter ihnen.

Danielle: Tut mir Leid, Sayid, nicht persönlich nehmen.

Sayid: Wo ist Locke?

Hurley: Er redet mit dem finsteren Chinesen.

Sayid: [sieht nach hinten zu Hurley] Ich werde dir nichts tun, Hurley.

Hurley: Hmhm.. ich hab gesehen, wie du dem Kerl das Genick gebrochen hast mit diesem Breakdance-Trick mit deinen Beinen. Ich denk, ich bleib hinten.

Danielle öffnet eine Tür und Sayid tritt ein. Danielle schließt die Tür hinter ihm. Ben sitzt an einen Stuhl gefesselt drinnen.

Ben: Sowas.. anscheinend gehen ihnen die Gefängniszellen aus.

Sayid sieht genervt aus und rüttelt an dem Metallgitter am Fenster. Er läuft den Raum ab und sucht nach einer Möglichkeit hinaus zu kommen.

Ben: Stell dir vor, ich hab einen Dollar verloren.

Sayid: Wie hast du das geschafft?

Ben: Ich hab gegen John gewettet, du wärst nicht nicht so dumm, dich von deinem Freund als Köder benutzen zu lassen.

Sayid: Was weißt du schon über Freundschaft?

Ben: Ich weiß, dass ein Freund, dem du nicht trauen kannst, nichts nützt.


Kate schiebt einen Vorhang zur Seite und blickt nach draußen, dreht sich um und geht auf Sawyer zu.

Kate: Bin ich jetzt deine Gefangene?

Sawyer: Wenn die Vorstellung dich anmacht.

Kate setzt sich auf's Bett und zeigt keine Reaktion, Sawyer blickt sie reumütig an. Kate wirft Sawyer einen zornigen Blick zu.

Kate: Was willst du hier bei Locke?

Sawyer: Ich bin nicht bei ihm.

Kate: Doch, das bist du, James.

Sawyer: Und was willst du bei Jack?

Kate: Ich bin mit Jack gegangen, weil wir mit ihm die Insel verlassen werden.

Sawyer schüttelt den Kopf und geht auf Kate zu.

Sawyer: Dann sehen wir die Dinge wohl unterschiedlich.

Sawyer setzt sich neben Kate.

Sawyer: Ich will hier nicht weg.

Kate: Wieso nicht?

Sawyer: Weil es zuhause nichts gibt, das auf mich wartet.

Kate: [verblüfft] Und was hast du hier, was so viel besser wäre?

Sawyer: Warum willst du wieder zurück, Kate? Du warst auf dem Weg in den Knast, bevor wir auf der Insel gelandet sind. Also wenn du denkst, dich würde irgend etwas außer Handschellen zuhause erwarten, dann weißt du nicht, wie es in der Welt zugeht. Sieh dich mal um, Sommersprosse. Wir haben ein Dach über dem Kopf, Strom, fließendes Wasser, Betten.

Kate: Und wie lange, Sawyer? Wie lange denkst du, können wir Familie spielen?

Sawyer: [mit leiser Stimme] Warum finden wir es nicht raus? [beugt sich zu ihr]


Sayid sitzt mit verschränkten Armen auf einem Billardtisch. Danielle öffnet die Tür und Locke kommt mit Krug und ein paar Gläsern auf einem Tablett herein. Ben sieht ihn feindselig an.

Locke: Eistee?

Locke legt das Tablett auf den Billardtisch. Sayid sieht ihn misstrauisch an. Locke gießt ein Glas ein.

Locke: Ich dachte, du hast vielleicht Durst.

Ben: [hebt seine Hand] Ich hab Durst.

Locke sieht Ben an, ignoriert ihn dann.

Locke: Tut mir Leid, dass ich das inszenieren musste, aber ich wusste nicht wie viele ihr seid und ob ihr Waffen habt. [setzt sich] Ich musste uns absichern.

Sayid: Was hast du mit Miles und Kate getan?

Locke: Kate ist bei Sawyer, und Miles ist woanders. [trinkt] Es geht ihm gut. Ich hab ihm nur ein paar Fragen gestellt.

Sayid: Hat er sie beantwortet?

Locke: Nein.

Sayid: Hattest du mit der Frau, die du gefangen hältst, mehr Glück?

Locke sieht Ben an.

Locke: Nicht unbedingt.

Sayid: Wieso händigst du sie dann nicht mir aus?

Locke: Warum sollte ich das tun?

Sayid: Die Leute lügen, da stimme ich dir zu. Und sie sind sicher nicht hier, um uns zu retten, aber wenn ich mit Charlotte wohlbehalten zurückkehre, darf ich mit auf ihr Schiff. Das ist unsere einzige Chance rauszufinden, wer sie sind und was sie wirklich wollen.

Locke stellt sein Glas auf den Boden und steht auf, geht zu Sayid.

Locke: Tja dann, das kannst du einfacher haben, Sayid, denn Ben sagt, er hat einen Spion auf dem Schiff.

Sayid steht auf und geht auf Ben zu.

Sayid: Wen?

Ben: Das ist ein Geheimnis.

Sayid: Verzeih mir, aber der Tag, an dem ich ihm traue, ist der Tag, an dem ich meine Seele verkaufe. Gib mir Charlotte. Lass mich die Dinge auf meine Art regeln, sonst beginnt ein Krieg, den keiner von uns beiden aufhalten kann.

Locke: Warum sollte ich dir Charlotte einfach so geben?

Sayid: Ich glaube, du verstehst mich falsch. Ich würde nie erwarten, dass du mir sie einfach so gibst. [lächelt]

VorausblendeBearbeiten

Elsa und Sayid liegen zusammen im Bett.

Elsa: Sollen wir uns anziehen?

Sayid: [küsst ihren Arm] Nein.

Elsa: [lacht] Aber irgendwann müssen wir beide mal aufstehen.

Sayid: Wieso?

Elsa: Zum Ersten, weil ich weiß, dass du irgendwann mal wieder zu deinem geheimnisvollen Job zurückkehren musst. Der, über den du nie reden willst.

Sayid: Ich weiß nicht, was man da reden soll. Es ist nur ein Job.

Elsa: Ich weiß nichts über dich. Ich kann verstehen, dass du nicht über den Absturz reden willst, was dir da passiert ist. Aber über das Leben, das du jetzt führst, über dich, sowas erzählt man sich doch, wenn man verliebt ist.

Sayid: Verliebt?

Elsa: Ja.

Die beiden küssen sich leidenschaftlich.

Sayid: Okay, keine Geheimnisse mehr. Was möchtest du wissen?

Elsas Pager piept.

Elsa: Er ist hier. Mein Boss. Ich.. ich muss gehen.

Elsa steigt aus dem Bett und sieht ihren Pager an.

Sayid: Jetzt? Wohin?

Elsa: Ins Hotel Adlon. Wo ist mein Kleid?

Elsa zieht sich an. Sayid sieht auf ihren Pager und seufzt.

Sayid: Elsa? Du musst Berlin verlassen.

Elsa: Was?

Sayid steigt aus dem Bett und zieht sich eine Hose an.

Sayid: Du darfst nicht hier bleiben.

Elsa: Wie bitte? Warum sollte ich...

Sayid: Die Leute werden bald Fragen stellen. Darüber, was deinem Arbeitgeber zugestoßen ist. Und die wirst du nicht beantworten können.

Elsa hält inne. Sayid zieht sich weiter an.

Elsa: Mein Arbeitgeber? Dir.. geht's um meinen Boss. Wer bist du?

Sayid: Das hat nichts mit uns zu tun...

Elsa: Das Café. Du warst dort, um mich zu treffen. Du hast mich benutzt, um an meinen Boss ranzukommen? Was hast du gesagt? Die Leute werden fragen, was ihm zugestoßen ist?

Sayid: Es ist besser, wenn du nichts weißt.

Elsa: Wirst du ihn töten? Tötest du ihn? [ihre Stimme bricht] Kennst du ihn überhaupt?

Elsa geht zum Schrank, bückt sich nach etwas.

Sayid: Sein Name steht auf einer Liste.

Elsa: Einer Liste? Was für einer Liste? Du-du hast eine Liste?

Elsa steht vor einem Spiegel.

Sayid: Von meinem Boss.

Elsa: Und wer ist das?

Sayid: [zornig] Es ist unwichtig, wer er ist!

Elsa: Du willst Leute.. umbringen, weil Sie auf einer Liste stehen? Unschuldige Menschen?

Sayid: Der Mann, für den du arbeitest, ist kein Ökonom, Elsa.

Elsa sieht in den Spiegel und nickt, ihre Lippen ganz gespannt. Sie dreht sich zu Sayid, zieht eine Waffe und schießt ihm in die Schulter. Er fällt überrascht auf das Bett. Elsa holt ihr Handy vom Nachttisch und wählt. Sie geht ins Badezimmer.

Elsa: Was soll das? Du wolltest mich doch um halb elf anpiepsen und nicht um zehn. Nein, ich hab ihn nicht umgebracht. Er wird den Namen nicht preisgeben.

Elsa geht um eine Ecke. Sayid nimmt etwas vom Nachttisch.

Elsa: Warum sollte ich ihn am Leben lassen? Er wird mir den Namen nicht verraten. Jaja, schon gut. Ich bringe ihn zu dir. Verlass das Hotel. Ich komme zum üblichen Treffpunkt.

Elsa legt auf. Sayid wirft etwas gegen einen Spiegel, in dem er Elsa sehen kann. Sie kommt zurück in den Raum während Sayid eine Waffe aus seinem Mantel zieht.

Elsa: Was soll das werden?

Sayid schießt zweimal auf Elsa. Sie fällt schwer atmend zu Boden. Sayid geht zu ihr hinüber. Elsa stirbt. Sayid streicht ihr über das Haar und schließt ihre Augen. Er beginnt zu weinen, seine Hand streicht an Elsas Arm hinab und hält an einem silbernen Armreif inne, der dem von Naomi ähnelt.

InselabschnittBearbeiten

Daniel arbeitet an seiner Ausrüstung auf dem Stativ. Frank überquert das Feld. Desmond folgt ihm und zeigt ihm das Bild von ihm und Penny.

Desmond: Hey. Ich frag dich zum letzten Mal. Warum hatte Naomi ein Foto von mir?

Frank: Hör mal, du verstehst da was falsch. Sie gehörte zum Führungsstab, mit der hat man nicht in der Cafeteria gesessen. Sie war für sich.

Frank und Desmond bleiben stehen.

Desmond: Naomi hat gesagt, ihr wärt von dieser Frau angeheuert worden. [deutet auf Penny] Also schau mir in die Augen und sag mir, du hast noch nie was gesehen oder gehört von Penelope Widmore.

Frank sieht Daniel an, der wegblickt. Desmond sieht zu Daniel, dann zurück zu Frank. Frank schüttelt den Kopf.

Desmond: Schön. Du willst nicht die Wahrheit sagen. Ich find jemanden, der es tut. Wenn das Ding abhebt [deutet auf den Helikopter] sitz ich an Bord.

Sayid kommt zurück. Jack trinkt gerade etwas als Juliet ihn bemerkt.

Juliet: Er ist wieder da.

Jack und Juliet gehen zu Sayid. Charlotte ist nun ebenfalls zu sehen. Daniel bemerkt Charlotte und steht auf. Frank geht besorgt auf sie zu.

Jack: Wo ist Kate?

Sayid: Sie hat sich entschieden, zu bleiben.

Jack sieht verwirrt aus.

Frank: Wo ist Miles?

Sayid: Ich hab ihn eingetauscht.

Frank: Wie, eingetauscht?

Sayid: Ich hab dir Charlotte versprochen. Hier ist sie.

Frank: Du hast beschissen.

Sayid: Ach ja?

Frank: Allerdings. Du hast Glück, dass mir der Kerl tierisch auf'n Sack geht.

Daniel kommt zu Charlotte und streicht ihr zur Begrüßung über die Schulter.

Dan: Hi. Alles klar?

Charlotte: Ja, eigentlich schon.

Frank: Na schön, wir können noch einen mehr mitnehmen. Charlotte?

Charlotte: [lachend] Schon wieder gehen, obwohl es hier so lustig ist? Nein. Ich hab viel zu erledigen.

Frank: Und was ist mit dir, Dan?

Daniel: Ich.. nein, danke. Ich bleib lieber hier bei Charlotte.

Frank: Bitte.

Daniel: [trägt Koffer] Frank. Frank, warte, wartewarte. [leise] Warte. Nur eine Sache. Du musst darauf achten, dass du auf jeden Fall derselben Flugroute folgst, die wir hergeflogen sind. Egal was geschieht, und damit meine ich absolut egal was geschieht.. Kurs halten.

Frank: Verstanden.

Jack nimmt ein Gewehr und gibt es Sayid.

Jack: Pass gut auf.

Sayid: Ich muss dich nicht überreden zu bleiben?

Jack: So sehr ich Hubschrauberflüge liebe, ich denke, du hast das im Griff.

Sayid: Wünsch mir Glück.

Jack: Viel Glück. Schick mir ne Postkarte.

Sayid: [zu Frank] Du sagst, wir haben noch Platz für eine Person?

Frank: Ja, wieso?

Sayid sieht zu Naomi hinüber.

Sayid: Nehmen wir Naomi mit.

Frank nickt. Sayid legt Naomi in den hinteren Teil des Hubschraubers. Desmond und Frank sitzen vorne und Frank bereitet alles vor. Sayid bedeckt Naomi und setzt sich in den hinteren Teil. Der Rotor beginnt sich zu drehen und Frank schließt die Tür. Der Hubschrauber hebt ab. Sayid betrachtet die Insel als der Hubschrauber über den Ozean fliegt.

VorausblendeBearbeiten

Eine Reihe von Hundezwingern ist zu sehen. Die Hunde darin bellen und winseln. Sayid betritt seinen Arm haltend den Raum. Er steht schwitzend und atemlos in einer Tür und hat offensichtlich Schmerzen.

Mann: Zieh dein Hemd aus.

Sayid macht seinen Oberkörper frei. Ein Behandlungsraum ist zu sehen. Ein Mann kommt zu ihm und richtet eine Lampe auf seine verwundete Schulter, um sie besser sehen zu können.

Mann: Ist sie tot?

Sayid: [weinend] Ja.

Mann: Warum hat sie dich nicht getötet?

Der Mann sticht mit einer Nadel in Sayids Wunde. Sayid verzieht das Gesicht.

Sayid: Sie wollte Informationen von mir.

Mann: Was für Informationen?

Sayid: Sie wollte wissen, für wen ich arbeite. Sie wollte wissen, wer du bist.

Mann: Natürlich wollte sie das.

Der Mann ist Ben.

Ben: Warum flennst du? Weil es weh tut, oder weil du so blöd warst, Gefühle zu investieren? Diese Menschen verdienen unser Mitgefühl nicht. Muss ich dich daran erinnern, was sie das letzte Mal getan haben, als du mit dem Herzen dachtest, statt mit der Waffe.

Sayid: Dieses Wissen hast du benutzt, damit ich für dich töte.

Ben: Willst du deine Freunde beschützen oder nicht, Sayid? Ich hab noch einen Namen für dich.

Sayid: Aber die wissen, was ich vorhabe.

Ben: Gut.


Augeschrieben von Nordlys.

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