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4.09 Konturen der Zukunft/Transkription

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Informationen zu dieser Episode

InselabschnittBearbeiten

Im Strandlager zieht Kate den Träger ihres Oberteils über ihre Schulter, um sich mit einem Schwamm zu waschen. Jack läuft vorbei und sie winkt ihm lächelnd zu. Jack winkt zurück und geht weiter, wobei er seine rechte Hand am Rücken hält, als hätte er Schmerzen. Er öffnet in seinem Zelt einen Koffer und nimmt ein paar Tabletten aus einer Schachtel rezeptpflichtiger Medikamente.

Kate: Haben Sie ein Rezept dafür?

Kate schaut in das Zelt.

Jack: Ja. Hab ich selbst ausgestellt.

Kate: Du siehst schlecht aus.

Jack: Oh, Danke.

Jack nimmt die Tabletten und spült sie mit einem Schluck aus einer Plastikflasche herunter.

Kate: Was sind das für Pillen?

Jack: Antibiotika. Das ist irgend so 'ne ... Magen-Darm-Geschichte.

Kate: Schon Zwieback versucht? [beide schmunzeln] Ich esse einfach Zwieback, das hilft immer.

Jack nimmt noch einen Schluck Wasser.

Kate: Wieso sind die beiden noch auf dem Schiff, Jack?

Jack: Sayid hat gesagt, die Motoren sind defekt. Sie werden gerade daran arbeiten und sich die ganze Zeit fragen, warum sie uns nicht erreichen können.

Kate: Du machst dir keine Sorgen?

Jack: Nein. Mein Bauch sagt mir, dass wir gerettet werden.

Kate: Ich dachte dein Bauch ist krank.

Beide lachen. Sie hören einen Hund bellen. Ein Mann schreit.

Bernard: Hilfe! Ich brauche Hilfe! Hilfe!

Jack und Kate kommen aus dem Zelt und beginnen zu rennen. Vincent bellt.

Bernard: Hilfe! Schnell, Hilfe! Kommt her, ich brauch' Hilfe!

Bernard hat einen Körper gefunden, der an das Ufer gespült wurde. Juliet kommt auch dazu.

Bernard: Der Hund hat gebellt. Ich hab ihn erst gar nicht gesehen. Fasst mit an!

Jack: Ok, ich hab ihn. Hoch!

Jetzt kommen Sun, Jin, Daniel und Charlotte auch noch. Bernard, Jack, Juliet und Jin tragen den Körper an Land. Jack dreht den Köper herum. Das Gesicht des Mannes hat eine sehr grob verarztete Schnittwunde an der linken Wange und seine Kehle ist durchgeschnitten. Daniel und Charlotte schauen sich besorgt an.

Jack: Wisst ihr, wer das ist?

Daniel: Er war auf unserem Schiff. Er war unser Schiffsarzt.


Hurleys Gesicht in Großaufnahme.

Hurley: Das ist unser Ende.

Sawyer, Locke und Hurley sitzen um einen Tisch und beraten sich.

Sawyer: Langsam, Majestix. Der Himmel stürzt nich so schnell ein.

Hurley: Damit tust du ihm einen grossen Gefallen -- wir bekriegen uns gegenseitig, du machst einen schweren Fehler.

Locke: Jeder macht seine eigenen Fehler. [zu Sawyer] Und, kommt noch was?

Sawyer: Na klar ... Ich greif Sibirien an.

Das Spiel Risiko liegt auf dem Tisch und die drei spielen. Hurley hält Aaron im Arm. Sawyer und Hurley würfeln. Sawyer würfelt 6, 5 und 2, Hurley würfelt 3 und 2. Sawyer lacht und nimmt eine Einheit von Hurley weg.

Sawyer: Tut mir Leid.

Hurley: Warum überlässt du ihm Australien? Australien ist der Schlüssel zum Ganzen.

Sawyer: Sagst du.

Sawyer würfelt erneut.


Der Kampftrupp vom Frachter führt ihre Gefangene Alex durch den Dschungel. Ihre Augen sind verbungen und ihre Hände gefesselt.

Keamy: Bleib stehen. Auf die Knie. Runter auf die Knie.

Keamy schubst Alex auf den Boden und nimmt ihre Augenbinde ab. Sie befinden sich am Rand des Sonarzauns und vor ihr ist ein Ziffernfeld zur Codeeingabe. Alex zittert vor Angst. Keamy greift ihren Kopf und dreht ihn zum Ziffernfeld.

Keamy: Hey, schalte es ab.

Alex: Bitte. Sie haben ein Baby dadrin. Versprechen Sie mir ....

Keamy entsichert eine Pistole hinter ihrem Nacken.

Keamy: Schalte den Zaun ab.

(Alex gibt den Code 1-6-2-3 ein.)

Alex: Okay. Das war's.

Der Sonarzaun gibt ein Geräusch von sich, als würde er heruntergefahren werden.


Zurück in Bens altem Haus, wo Locke, Sawyer und Hurley immer noch Risiko spielen. Das Telefon klingelt. Die drei Männer und das Baby schauen verwirrt auf das Telefon. Locke steht auf und nimmt den Hörer ab. Er hört ein Piepen und eine automatische weibliche Stimme.

Automatische Ansage: [durch das Telefon] Code 14-J. Code 14-J. Code 14-J.

Hurley: Wer ist dran?

Locke: Ich glaube, es ist für Ben.


In dem Haus wo Jack festgehalten worden war, sieht man Ben Klavier spielen, als Locke und Sawyer hereinplatzen.

Locke: Was bedeutet "Code 14-J"?

Ben macht große Augen.

Ben: Woher hast du das?

Locke: Das Telefon hat geklingelt. Ich hab abgenommen und eine Stimme hat immer wieder "Code 14-J" gesagt.

Ben steht hastig auf, öffnet den Klaviersitz, und holt ein Schrotflinte heraus. Sawyer weicht vor der Waffe zurück, doch bevor er etwas sagen kann, drückt Ben ihm die Waffe in die Hand.

Ben: Wir müssen in das andere Haus. Es ist leichter zu verteidigen, und wir haben eine besseren Blick auf den Waldrand.

Ben eilt zur Tür.

Locke: Was hat das zu bedeuten?

Ben: Sie sind hier.

Ben öffnet die Tür und tritt hinaus.

MAIN TITLE

VorausblendeBearbeiten

Ben erwacht aus einer Bewusstlosigkiet, auf beigem trockenen Untergrund flach liegend. Er trägt einen Parka mit einem bisher nicht gesehenen DHARMA Logo auf der rechten Brust und den Namen "Halliwax" aufgenäht. Er setzt sich auf und schaut sich um. Sandige Erde und Hügel. Kein anderes Lebewesen in Sicht nicht mal eine Pflanze.

Untertitel: Sahara

Ben rappelt sich auf die Knie, ihm wird schlecht und er muss sich übergeben. Eine klaffende Wunde an seinem rechten Arm tränkt den Parka dort mit Blut. Unsicher steht er auf und sieht sich um. Ben hört Hufgetrappel. Er dreht sich um. Kein Ort, wohin man rennen könnte, kein Versteck. Plötzlich reiten zwei Beduinen heran, sie kommen direkt auf ihn zu. Sie rufen etwas einander zu. Sie haben beide AK-47 Gewehre dabei. Ben hebt seinen unverwundeten Arm zur Begrüßung. Einer der Beduinen trägt ein rotes Tuch auf dem Kopf, der andere ein graues.

Ben: Hallo.

Der Rote zielt mit der Waffe auf Ben und spricht in einer fremden Sprache.

Ben: Nein, nein. Wartet.

Der Rote wendet sich an den Grauen und spricht ganz aufgeregt. Der Graue antwortet noch aufgeregter. Der Rote antwortet und scheint sehr aufgebracht.

Ben: Ich kann das erklären. Wartet. Können Sie mich verstehen?

Ben versucht es in einer anderen Sprache (Arabisch und Türkisch). Die beiden Beduinen schauen sich an. Der Graue steigt vom Pferd, geht auf Ben zu und erteilt ihm Befehle.

Ben: Ja, klar.

Ben versteht ihn. Er öffnet seinen Parka. Der Beduine zieht ihm den Parka vom Leibe. Ben jammert als der Ärmel über die Wunde gezogen wird. Der Beduine untersucht Ben auf Waffen, als er zur rechten Hosentasche gelangt fühlt er etwas darin. Der Beduine macht Ben klar, dass er es herausholen soll und bedroht ihn dabei mit der Schusswaffe.

Ben: Ah. Okay. Okay, okay. Okay.

Ben lächelt und winkt unschuldig mit den Händen ab, als er den Gegenstand aus der Tasche holt. Ein kleiner, metallischer Zylinder. Er hält ihn hoch. Der Rote schüttelt den Kopf, er weiß mit den Ding nichts anzufangen.)

Ben: [lachend und gestikulierend] Das ist ein...

Der Graue sagt etwas, wiederholt es.. Mit einem kleinen Knopfdruck, lässt Ben den Zylinder zu einer Art teleskopischem Stab ausfahren und wirbelt damit herum und schlägt damit den grauen Beduinen am Kopf. Bevor der Rote reagieren kann, hat Ben den Grauen schon herumgerissen und hält ihn wie einen Schild vor sich. Mit der Waffe des Grauen erschießt er den roten Beduinen. Das Pferd des Roten bekommt Panik und rennt davon, der Körper des roten Beduinen sinkt leblos auf den Boden.. Ben wirft den Grauen zu Boden und bedroht ihn mit dem Gewehr.

Grauer: Ergeben! Ergeben!

Ben: Also hast du mich doch verstanden.

Ben schlägt den Beduinen mit dem Gewehr bewußtlos. Er nimmt sich das rote Tuch des toten Beduinen und bindet es als Verband um seine Armwunde. Er steigt auf das noch verbliebene Pferd und reitet in die Richtung aus der die Beduinen gekommen waren..


InselabschnittBearbeiten

Ben führt Sawyer und Locke quer über das Gelände des Dorfes.

Sawyer: Ich wette "14-J" ist nicht eure Kundennummer beim Pizzaservice.

Ben: Es ist ein Frühwarnsystem.

Locke: Und wovor warnt es?

Ben: Jemand hat den Panikschlater an unserem Sicherheitszaun betätigt. Das bedeutet, dass einer meiner Leute gefangen wurde.

Sie kommen vor Bens Haus an.

Ben: Wie lange habt ihr überlegt, ob ihr mich fragen sollt, warum das Telefon geklingelt hat?

Locke: [schulterzuckend] Fünf Minuten.

Ben: Tja, soviel zu unserem Vorsprung.

Er dreht sich herum, um ins Haus zu gehen.

Sawyer: Warte. Wenn wir uns hier verschanzen, dann hole ich Frankreich und die Kinder.

Ben: Keine Sorge. Sie sind in Sicherheit. Ich habe Rousseau, Alex und Karl gestern weggeschickt.

Sawyer: [empört] Weg? Wohin?

Ben sagt nichts.

Sawyer: Ist auch egal. Claire schläft noch, sie muss ich holen.

Sawyer wirft die Schrotflinte zu Locke.

Ben: Dafür ist keine Zeit.

Sawyer: Für manche Sachen ist immer Zeit.

John dreht sich um, um mit Sawyer zu gehen. Ben hält ihn auf.

Ben: Es ist überaus wichtig, dass du das hier überlebst, John. Deswegen solltest du dich nicht von mir entfernen.

Locke: Und weswegen nicht?

Ben: Weil die mein Leben nicht aufs Spiel setzen werden. Willst du überleben, bin ich dein bester Schutz.


Am Strand bedeckt Jack den toten Arzt mit einer Decke.

Jack: Seine Kehle wurde durchgeschnitten.

Keiner spricht.

Jack: Könnt ihr euch das irgendwie erklären?

Charlotte sagt nichts.

Daniel: Nein. Als.. wir noch an Bord waren, ging's ihm gut.

Jack: Und wann war das?

Daniel: Wann?... ist ein ziemlich relativer Begriff.

Charlotte: Wir haben keine Ahnung, was passiert ist.

Juliet: Funktioniert das Satellitentelefon?

Daniel: Ach ja. Leider nicht, das, äh.. Mikrofon ist ziemlich hinüber. Im besten Fall wird es uns möglich sein, dass wir Töne übertragen, ein paar Piepser vielleicht.

Bernard: Aber wir könnten es doch als eine Art Telegraf verwenden, oder?

Daniel: Wenn ich ein paar Metallstreifen aus Eisen hätte, ein Anschluss für ne 9-Volt-Batterie, und-und'n paar Kabel.

Kate: Wir haben noch ne Menge Zeug aus dem Wrack.

Daniel: Klasse.

Kate: Komm, ich zeig's dir.

Kate und Daniel gehen.

Jack: Bernard, hast du kurz Zeit?


In Bens Haus schieben Ben und Locke Möbel vor Tür und Fenster, um diese zu blockieren.

Locke: Diese Leute, die dich suchen - du hast Angst vor ihnen, oder?

Ben: Stimmt, John. Das habe ich.

Aaron schreit. Hurley kommt mit dem Baby um die Ecke.

Hurley: Was ist denn los?

Hurley will aus dem Fenster schauen. Ben und Locke bewegen ein Bücherregal, kippen es, sein Inhalt verteilt sich.

Locke: Geh weg vom Fenster, Hugo.

Hurley: Und Sawyer, wie kommt der rein?

Ben: Na, gar nicht.


Draußen kommt Sawyer vor einem Haus entlang und trifft auf einen Mann, der Feuerholz gesammelt hat.

Sawyer: Hey! War Claire heute morgen schon draußen?

Mann: Was ist los? Wieso hast du ne Waffe? [zeigt auf Sawyers Pistole]

Sawyer: Geh wieder rein und warte bis ich dir...

Ein Pistolenschuss zerreißt die Stille. Ein kleiner roter Fleck bildet sich auf dem Hemd des Mannes, er fällt um und lässt das Feuerholz fallen. Sawyer macht einen Schritt zurück, als Blut auf seine Jacke spritzt. Er richtet seine Pistole auf den Wald und feuert ein paar Schüsse ab. Schüsse werden von den Bäumen abgefeuert. Kugeld prallen ab und fliegen als Querschläger davon. Eine Frau läuft aus einem Haus.

Sawyer: Geh wieder rein!

Eine Kugel trifft die Frau und ein Mann läuft hinaus, um nach ihr zu sehen.

Sawyer: Geh rein!

Zu spät--ein dritter Toter. Sawyer schießt nochmals auf die Bäume. Maschinengewehrsalven kommen aus dem Dschungel. Sawyer duckt sich und läuft weg. Er sucht kurz Schutz hinter einem Picknicktisch, den er als Schild verwendet und schießt in den Dschungel zurück.

Sawyer: Claire!!

Sawyer duckt sich erneut hinter den Tisch und läuft dann los Richtung Claires Haus. Kugeln schlagen überall rund um ihn ein, der weiße Zaun an dem er entlangläuft wird zu Kleinholz verarbeitet. Er feuert noch ein paar Mal und sucht dann hinter einem Grill Schutz. Von den Bäumen schießt jemand eine Rakete auf das Haus. Sawyer sieht sie kommen und läuft die letzten Meter zu Claires Haus.

Sawyer: Claire!

Die Rakete trifft das Haus, das in einem Feuerball explodiert. Sawyer rollt sich weg und sieht, dass nicht mehr viel von dem Haus übrig ist.

Sawyer: Claire!

VorausblendeBearbeiten

Untertitel: Tozeur, Tunesien

Verdreckt kommt Ben in die Freiluft-Lobby eines tunesischen Hotels. Er geht zum Schalter, wo eine Empfangsdame in orangem Kleid mit dem Rücken zu ihm steht. Er klingelt und sie dreht sich um. Ein Schild zeigt ihren Namen.

Narjiss: Schönen guten Tag, Sir.

Ben: Guten Tag. Ich hätte gern ein Zimmer, bitte.

Narjiss: Sehr gern, Sir. Ist das Ihr erster Aufenthalt in Tunesien?

Ben: Nein, aber ich war lang nicht hier.

Narjiss: Ihren Namen..

Ben: Ich bin in Ihrem Haus gern gesehen, Sie finden mich unter "Dean Moriarty".

Ben gibt ihr seinen Pass. Sie schaut ins Register und sieht ihn dann erschrocken an.

Narjiss: Willkommen, Mr. Moriarty.

Sie gibt ihm einen Schlüssel.

Narjiss: Benötigen Sie sonst noch irgend etwas?

Ben: Ja. Ähm, welcher Tag ist heute?

Narjiss: Der 24. Oktober.

Ben: [verwirrt] 2005?

Narjiss: Ja, Sir. 2005.

Er schüttelt den Kopf--"Ich Dummkopf"--und dreht sich weg.

Ben: Danke Ihnen.

Als Ben die Treppe hinauf steigt, erregt etwas im Fernsehen seine Aufmerksamkeit. Ein arabischer Nachrichtensender zeigt Sayid, umringt von Kameras, der versucht, in ein Auto zu steigen.

Sayid: [Im Fernsehen] Ich will nur meine Frau begraben. Bitte.

InselabschnittBearbeiten

In Bens Haus sieht Hurley, der den weinenden Aaron auf dem Arm hält, zwischen einem Vorhang auf die Reste von Claires Haus. Locke und Ben stellen eine Couch vor die Tür. Locke ruft und deutet auf Ben.

Locke: Ich will jetzt wissen, was genau hier vor sich geht.

Ben: Der Fachausdruck ist glaube ich Einschüchterungstaktik. Die werden sie verfolgen bis ich aufgebe.

Locke: Warum schießen sie dann nicht mehr?

Hurley: Ist das das Haus von Claire? Sie wohnt doch da.

Locke: Hugo, geh jetzt mit dem Baby vom Fenster weg. Bring ihn nach hinten.

Hurley geht. Locke überprüft die Munition in seiner Pistole.

Locke: Du hast gesagt, dass ich das hier unbedingt überleben muss. Wieso?

Ben: Es gibt nur eine Person, die uns jetzt helfen kann, und das ist Jacob. Und ihn müssen wir gemeinsam aufsuchen.

Locke: Wie kommst du darauf, dass ich weiß, wo er ist. Ich finde seine Hütte im Dschungel nicht.

Ben: Ich weiß, aber Hurley findet sie.


Draußen, Sawyer ruft und sucht nach Claire, als er durch die Trümmer geht.

Sawyer: Claire! Claire! Claire!

Er sieht Beine unter einer Decke hervorstehen.

Sawyer: Claire!

Er zieht die Decke weg und sieht ihr blutendes Gesicht.

Sawyer: Wie geht's dir?

Claire: [zu sich kommend] Charlie?

Sawyer: Okay.

Er hebt sie in seine Arme.

Claire: Wo ist Aaron? Wo ist Aaron?

Sawyer: Er ist bei uns. Ist schon gut, wir gehen zu ihm. Gehen wir.


In Bens Haus nimmt Hurley einen Wäschekorb und stellt ihn auf Bens Bett. Er legt ein Kissen hinein und macht daraus eine provisorische Krippe für das Baby. Dann legt er den weinenden Aaron hinein.

Sawyer: [ruft von außen] Macht die Tür auf!

Hurley schaut aus dem Fenster und sieht Sawyer mit Claire auf seinen Armen. Er hastet zur Tür und versucht die Couch zu verschieben. Er hört eine Waffe klicken.

Ben: Hugo, das wirst du nicht tun.

Draußen kommt Sawyer um die Ecke zur Vordertür von Bens Haus und versucht die Tür einzutreten.

Sawyer: Macht die Scheißtür auf!

Drinnen wirkt Hurley entschlossen.

Sawyer: [ruft von draußen] Macht die Scheißtür auf! Macht die Tür auf!

Die Tür wird von einem Tritt erschüttert. Hurley nimmt einen großen Hocker und wirft ein Fenster ein. Sawyer läuft dorthin und reicht Claire nach drinnen, wo sie Hurley nimmt.

Sawyer: Vorsicht.

Sawyer klettert nach drinnen.

Locke: Ist sie verletzt?

Sawyer: Sie hört die Glocken läuten, aber es geht ihr gut.

Locke zieht die Gardinen zu. Sawyer hockt sich in den Eingang und versucht seinen Atem zu beruhigen.

Sawyer: Sie haben einfach angefangen zu schießen. Wieso? Wieso schlachten sie Menschen ab, ohne zu sagen, was sie wollen?

Ben: Sie wurden umgebracht, um dich wütend zu machen. Sie wollten erreichen, dass du hier reingestürmt kommst und mich den Wölfen vorwirfst.

Sawyer greift sich Ben am Kragen.

Sawyer: Was ist so verkehrt daran? Ich finde die Idee gar nicht so übel. [zu Locke] Was sagst du dazu? Bei drei?

Die Türglocke klingelt. Jeder sieht zur Tür und richtet seine Waffe auf sie. Locke geht zur Tür.

Ben: Ich würde es lassen.

Sawyer: Halt die Klappe!

Sawyer schaut durch den Vorhang, nickt und hilft Locke die Couch und das Regal zur Seite zu schieben Locke und Ben richten ihre Waffen auf die Tür, als Sawyer sie öffnet und den Mann, der draußen steht, hereinzieht. Sawyer wirft dann die Tür zu und zieht auch seine Waffe.

Locke: Miles?

Sawyer: Wer zum Teufel hat dich rausgelassen?

Miles: Die Typen, von denen ich das hier habe. [Er zeigt ein Walkie-Talkie.] Sie wollen reden.

VorausblendeBearbeiten

Ein amerikanisches Militärfahrzeug fährt über eine dreckige Straße. Ein Soldat geht hinter ihm her. Arabische Frauen in schwarzer Kleidung nehmen ihre Kinder von den Straßen. Es folgen weitere Soldaten. Hinter ihnen trägt eine Gruppe von arabischen Männern einen Sarg auf ihren Schultern. Eine Frau hebt ihren Sohn hoch, damit er den Trauerzug verfolgen kann. Ein Mann der Gruppe trägt ein Foto der Betrauerten - Nadja. Die Männer in der Prozession beten auf Arabisch. Frauen in der Prozession tragen ein weiteres Foto der Verstorbenen. Ein weißer Van mit dem Wort "Presse" auf der Fensterscheibe fährt vor.

Untertitel: Tikrit, Irak

Der Wagen hält. Der Fahrer steigt aus; es handelt sich um Benjamin Linus. Er geht über die Straße, um eine Ecke und dann die Treppen eines Gebäudes herauf. Er geht an einem Mann vorbei hoch bis zu einem Eisentor, dass zum Dach führt. Er nimmt die Sonnenbrille ab, blickt sich um und scheint einen Mann zu fokussieren. Dann nimmt er seine Kamera heraus und setzt die Linse daran. Der eben beobachtete Mann wird nun von ihm fotografiert. Der Mann lehnt gegen eine Wand und trinkt eine Tasse Kaffe, während die Prozession vorbeischreitet. Dann fokussiert Ben einen Mann aus der Proession mit schwarzem Anzug. Der Mann dreht den Kopf und schaut direkt in die Kamera. Es ist Sayid. Ben duckt sich, wartet kurz, steckt dann die Kamera ein und rennt schleunigst wieder die Treppe hinunter, auf seinen Van zu. Aber bevor er diesen erreichen kann, wird er von Sayid zu Boden geschmissen.

Sayid: Ihr Aasgeier! Ihr folgt mir bis nach Tikrit? Ihr spioniert mir nach?

Sayid hebt seine Faust um auf sein Opfer einzuschlagen, erkennt dann aber, wer es ist. Er hebt Benjamin auf Augenhöhe an.

Sayid: Was hast du hier verloren?

Ben: Ich bin hier, weil ich nach dem Mörder deiner Frau suche.

Sayid hebt Ben wieder auf die Beine und schubst ihn in eine Ecke.

Sayid: Wie bist du hierher gekommen?

Ben: Ich bin über die syrische Grenze gekommen. Es ist nicht so schwierig wie du...

Sayid: Wie konntest du die Insel verlassen?

Ben: Mit dem Boot von Desmond. Es war die Elizabeth. Ich segelte geradewegs nach Fidschi. Dann stieg ich in ein Flugzeug.

Sayid: Wieso jetzt?

Ben: Du erinnerst dich an den Namen Charles Widmore, oder etwa nicht? Den Mann, der die Öffentlichkeit davon überzeugen wollte, dass euer Flugzeug auf dem Meeresgrund liegt.

Sayid: Was hat das alles mit mir zu tun? Mit Nadja?

Ben: Da war ein Mann in ihrem Trauerzug. Er benutzt den Namen Ismail Bakir. Er ist einer von Widmores Männern.

Ben holt ein Foto aus seiner Tasche und zeigt es Sayid. Es sieht aus, als ob es von enem Blitzer gemacht wurde. Der Mann ist der, denn Ben eben noch fotografierte.

Ben: Bakir wurde zuletzt vor 5 Tagen gesehen. In Los Angeles. Geblitzt von einer Radarfalle als er mit überhöhter Geschwindigkeit über die Kreuzung Richtung La Breya und Santa Monica fuhr.

Sayid: Nur drei Blocks entfernt wurde Nadja getötet.

Ben nickt.

Sayid: Wieso sollten diese Menschen sie umbringen?

Ben: Ich weiß es nicht. Aber es ist so.

Sayid zedrückt das Foto ins einer Faust.

InselabschnittBearbeiten

Zurück in Bens Haus durchsucht Swayer Miles während Locke diesen befragt. Ben denkt still nach.

Locke: Wie viele sind es?

Miles: Vielleicht sechs. Ich bin nicht sicher.

Sawyer: Was soll das heißen, du bist nicht sicher? Ihr seid mit demselben Schiff gekommen oder etwa nicht?

Miles: Sie haben gesagt, sie wären für die Sicherheit zuständig.

Locke: Für wessen Sicherheit?

Miles: [zeigt auf Ben] Benjamin Linus. Sobald sie ihn haben, sollen sie ihn zum Festland bringen.

Ben: Anscheinend wird nichts aus deinen 3.2 Millionen Dollar.

Miles: Nimm es doch endlich.

Er hält ihm das Walkie-Talkie hin.

Ben: Wieso sollte ich mit ihnen reden?

Miles: Sie haben eine Geisel.

Ben: Dann haben sie sich ziemlich verrechnet. Alle meine Leute sind darauf vorbereitet, sich zu opfern, wenn die Insel geschützt werden muss.

Miles: Es ist deine Tochter!

Ben sieht nervös aus. Er nimmt das Gerät.

Ben: Hallo?

Keamy: [Über das Walkie] Spreche ich mit Benjamin Linus?

Ben: Das tun Sie.

Keamy: Mein Name ist Martin Keamy. Ich arbeite für Charles Widmore.

Sawyer: [Flüstert zu Locke] Wer ist Charles Widmore?

Locke: Später.

Keamy: Sehen Sie aus dem östlichen Fenster. Dann können wir die Sache von Angesicht zu Angesicht besprechen.

Ben geht zum Fenster und zieht die Vorhänge zurück.

Keamy: Nach links. [winkt] Sehen Sie mich?

Ben schaut nach links und erblickt Keamy.

Ben: Ja, ich sehe Sie.

Keamy: Okay, Mr. Linus, wir machen es so: Sie kommen jetzt mit erhobenen Händen durch die Vordertür und gehen direkt auf mich zu. Sobald Sie in meiner Obhut sind, wird niemand in diesem Haus zuschaden kommen, das verspreche ich.

Ben: Wir wissen beide, dass sie alle Menschen auf dieser Insel umbringen werden, sowie ich mich in Ihrer Gewalt befinde.

Keamy: [lächelt] Für was für einen Kerl halten Sie mich?

Ben: Martin Christopher Keamy - ehemaliger First Seargant des U.S. Marine Corps. Gedient von 1996 bis 2001, ehrenhaft entlassen. Seitdem immer wieder tätig für verschiedene Söldnerorganisationen, besonders in Uganda. Ich weiß also genau, was für ein Mann Sie sind, Mr. Keamy, deswegen können wir die Förmlichkeiten auch weglassen.

Keamy: Okay, Ben. Wie du willst.

Keamy pfeift. Ein anderer Mann schubst Alex zu Keamy.

Keamy: Runter.

Keamy schubst Alex zu seinen Knien.

Keamy: [zu Ben] Schaff deinen Arsch sofort hier raus...oder ich bringe deine Tochter um.

Ben denkt nach.

Ben: Ich möchte einen Gegenvorschlag unterbreiten.

Keamy: Ich bin gespannt.

Ben: Sie und Ihre Freunde verschwinden von hier. Sie machen sich sofort auf den Weg, steigen in Ihren Hubschrauber und vergessen die Insel für immer.

Keamy: [zu Alex] Verabschiede dich von deinem Daddy.

Alex: [weinend] Dad... die meinen es ernst. Karl ist tot.. und meine Mutter.

Ben: Alex... Ich hab das unter Kontrolle. Beruhig dich, es wird alles wieder gut.

Alex: Bitte, Daddy, bitte, bitte.

Keamy: Du hast zehn Sekunden, Ben.

Ben: Okay, hören Sie zu.

Keamy: Neun...

Ben: Sie ist nicht meine Tochter.

Keamy: Acht...

Ben: Als sie noch ein Baby war, hab ich sie einer Verrückten weggenommen. Sie hat keine Bedeutung. Sie ist mir egal. Sie hat absolut keinen Wert für mich. Ich werde dieses Haus nicht verlassen. Wenn ihr sie töten wollt, dann tötet sie, es ist...

Ein gedämpfter Schuss unterbricht Ben. Alex fällt zu Boden. Keamy schaut zu Ben und geht dann weg.


Alex liegt tot am Boden, im Hintergrund brennt Claires Haus. Ben blickt schockiert nach draußen.

Sawyer: Ich kann sie nicht sehen. Sie haben ihre Leiche liegen lassen und sind in den Dschungel verschwunden.

Locke: Lange werden sie nicht weg sein. In zwanzig Minuten wird es dunkel. Dann kommen sie um ihn zu holen.

Sawyer: Dann sollen sie ihn haben.

Locke: Ich glaube, diese Leute haben kein Interesse daran, uns am Leben zu lassen, James, egal was wir tun.

Sawyer: Und ich habe kein Interesse daran, zu sterben.

Ben: Er hat die Regeln geändert.

Locke geht auf Ben zu. Ben steht auf und geht an Locke vorbei. Locke schließt die Vorhänge.

Locke: Was? Wer? Welche Regeln?

Sawyer: [flüstert zu Locke] Du weißt genau, ich hab Recht.

Ben geht.

Sawyer: Am Besten wir werfen ihn vor die Tür und schlagen uns allein durch.

Sawyer und Locke drehen sich um und sehen Ben, wie er in einem Geheimraum verschwindet.

Sawyer: Hey! Wo willst du hin?

Sawyer rennt zu Tür, doch zu spät. Eine Sicherheitstür hat sich bereits geschlossen.

Sawyer: Mach die Scheißtür auf! Mach auf!

Ben geht zu einigen Anzügen, schiebt diese beiseite und entfernt die Hinterwand des Regals. Dahinter befindet sich eine antike Steintafel. Ben drückt sich mit seinem Körpergewicht dagegen. Er geht hinein.

VorausblendeBearbeiten

Ein kleines Café in Tikrit. Ben trinkt, während er Bakir durch einen Spiegel beobachtet, der draußen eine Zeitung liest. Bakir steht auf und geht. Als Ben dies bemerkt steht er hastig auf und folgt ihm. Ben sieht sich draußen um und verfolgt Bakir durch einen Marktplatz. Ben schiebt sich durch die Menschenmasse, bis er schließlich in einer leeren Gasse landet. Plötzlich spürt er eine Pistole in seinem Rücken.

Bakir: Geh weiter.

Bakir schiebt Ben vor sich her, bis um eine Ecke. Er schubst ihn gegen eine Tür und richtet seine Waffe auf Ben.

Bakir: Wer sind Sie und wieso folgen sie mir?

Ben: Mein Name ist Benjamin Linus...

Der Name scheint ihm etwas zu sagen und er lässt langsam die Waffe sinken.

Ben: ...und ich will, dass sie Mr. Widmore eine Nachricht von mir überbringen.

Bakir: Und wie lautet diese Nachricht?

Ein gedämpfter Schuss ist zu vernehmen und Bakir fällt tot zu Boden. Hinter ihm steht Sayid mit einer Waffe. Sayid senkt die Waffe und schießt weiter auf den toten Körper ein. Fünf Schüsse feuert er ab bis die letzte Patrone verschossen ist. Trotzdem drückt Sayid weiter ab.

Ben: Das sollte reichen.

Ben geht.

Sayid: Warte. Du kannst doch nicht einfach abhauen.

Ben: Wir sind hier fertig, Sayid. Geh und vergiss das alles. Trauere um deinen Verlust und dann leb dein Leben weiter.

Ben geht erneut los.

Sayid: Ich habe kein Leben mehr. Sie haben's mir weggenommen.

Ben: Hör auf damit, Sayid. Wenn aus der Trauer erst Zorn geworden ist, wird er nie wieder weggehen. Ich weiß, wovon ich spreche. Das ist mein Krieg, nicht deiner.

Ein weiteres Mal will Ben gehen, aber Sayid hält ihn fest.

Sayid: Ich habe die letzten acht Jahre meines Lebens nach der Frau, die ich liebe, gesucht. Ich hab sie gefunden und sie geheiratet. Und beerdigt wurde sie gestern, also erzähle mir nicht, das ist nicht mein Krieg. [er lässt ihn wieder los] Benjamin.. wer ist der Nächste?

Ben: Ich werde es dich wissen lassen.

Ben geht nun endgültig weg. Je weiter er sich von Sayid entfernt, desto größer wird sein Lächeln.

InselabschnittBearbeiten

In Bens Haus schlägt Sawyer gegen die Geheimtür, durch die Ben verschwunden ist.

Sawyer: Mach die blöde Tür auf. Dieses Drecksschwein lässt uns einfach hier. Mach die Scheißtür auf!

Hurley kommt mit Claire herein. Sie trägt Aaron.

Claire: Was ist denn los?

Locke: Claire?

Sawyer: Alles ok, Schwester?

Claire: Ja, ich bin noch'n bisschen wackelig, aber.. ich lebe.

Miles: Die Frage ist nur, wie lange noch.

Die Geheimtür öffnet sich und Ben kommt herein und quetscht sich an Sawyer vorbei.

Ben: Entschuldige bitte, James.

Sawyer: Entschuldigen?

Ben nimmt das Walkie-Talkie auf und steckt es ein.

Sawyer: Was hast du da drin getan?

Ben: Okay, hört mir genau zu: Ihr müsst jetzt das tun, was ich sage. In einer Minute müssen wir so schnell wie möglich von hier weglaufen. In diesem Moment, wenn ich jetzt sage, lauft ihr direkt auf den Waldrand zu.

Hurley: Du meinst.. in die Richtung von diesen Kerlen?

Ben: Nein, von denen halten wir uns so weit wie möglich fern.

Das Haus fängt an zu wackeln. Ein Erdbeben? Glas fällt zu Boden und zerbricht. Ben schaut aus dem Fenster. Eine gigantische Rauchwolke kommt aus dem Wald geschossen. Mit der Geschwindigkeit eines Zuges blitzt die Wolke am Fenster vorbei.

Ben: Okay, raus hier. Raus hier! Jetzt!

Locke, Ben, Sawyer, Hurley, Miles, und Claire mit Aaron rennen nach draußen. Ben geht auf ein Blitzen zu. Man hört Schüsse, Schreie und das dunkle Geräusch des Rauchmonsters. Schwarzer Rauch umschlingt den Dschungel.

Locke: Was hast du getan?

Ben antwortet nicht. Ein Baum fällt um.

Hurley: Hast du das Ding gerufen?

Ein Mann mit Maschinengewehr kommt aus dem Wald gelaufen, direkt auf die Gruppe zu. Sawyer hebt das Gewehr zum Schuss an. Plötzlich kommt ein Teil des Monsters auf den Soldaten zu. Dieser schießt verzweifelt darauf. Dann greift ein "Arm" des Monsters nach ihm und zieht ihn zurück in den Dschungel. Er lässt sein Gewehr zurück und schreit vor Angst und Schmerz. Miles schaut verängstigt und mitleidig zu dem Soldaten, dann dreht er sich um und rennt weg.

Ferne Stimme: Rückzug!

Sawyer: [Zu Claire und Hurley] Lauft! Lauft! Lauft!

Ben: Lauft vor in Richtung Bach, ich komme nach.

Locke: Hey, wo gehst du hin?

Ben: Ich verabschiede mich von meiner Tochter, John.

Ben streckt die Hand aus. Locke reicht ihm eine der Waffen, die er bei sich trägt. Dann geht auch er. Ben geht langsam zum Körper seiner toten Tochter Alex. Ben sinkt zu Boden und dreht seine Tochter um. Er schließt ihre Augen und küsst sie vorsichtig auf die blutüberströmte Stirn.


Auf einem Tisch haben die Strandbewohner ein Morsegerät gebaut. Daniel tippt darauf ein.

Daniel: Ich kann es nicht glauben. Ich habe anscheinend ein Signal.

Kate lächelt.

Jack: Was schreibst du denn?

Daniel: [tippend] "Was... ist... mit... dem... Arzt... passiert?"

Signaltöne kommen als Antwort, ebenfalls in Morsecode.

Daniel: Okay. Sie haben nicht genau gesagt, was mit dem Arzt ist, aber euren Freunden geht es gut und der Hubschrauber kommt morgen früh.

Jack: Bernard?

Bernard: Er lügt. Die Nachricht lautet eigentlich: "Wieso fragst du das? Der Arzt ist wohlauf."

Daniel: [verwirrt] Du kannst morsen.

Jack: Was soll das bedeuten, "Der Arzt ist wohlauf"?

Daniel: Ich weiß es nicht.

Jack: Wieso lügst du uns an? Wieso hast du gesagt, dass der Hubschrauber zurück kommt?

Jack fasst Daniel am Hemd.

Kate: Jack.

Jack: Werdet ihr uns je von dieser Insel wegholen?

Daniel: ...Nein. Nein.

Jack sieht so aus, als ob er weinen wollte, dann beugt er sich vor Schmerz nach vorne.

Kate: Jack.

Jack hält Kate auf Distanz, fängt sich und geht davon.


Im Dschungel zündet Locke eine Fackel an. Die Überlebenden stehen um ihn herum.

Sawyer: [zu Miles] Ich glaube, deine Kumpels sind in die Richtung gelaufen, falls du hinterher willst.

Miles: Ich schließe mich lieber euch an - erstmal.

Sawyer gibt Miles eine Fackel. Locke und Sawyer ziehen ihre Waffen, als sie Schritte hören. Es ist Ben.

Locke: Mein Beileid für dich.

Ben: Ich danke dir, John.

Locke: Nachdem das gesagt ist, du hast mich angelogen. Du hast gesagt, du wüsstest nicht, was das Rauchmonster wäre.

Ben: Du kannst Jacob danach befragen, wenn wir bei ihm sind.

Sawyer: Wartet mal. "Jacob"? [zu Locke] Wer ist dieser Jacob?

Ben: Er ist der Mann, der uns sagt, was wir als nächstes tun, James.

Sawyer: Wisst ihr was? Ich hab die Schnauze voll. Ich hätte euch Verrückten nie folgen dürfen. Ich mach mich auf den Weg zum Strand und Claire und der Kleine kommen mit mir mit. [zu Claire] Bist du einverstanden?

Aaron fängt an zu weinen.

Claire: Ja, ich bin einverstanden.

Miles: Ich komme auch mit.

Sawyer: Gehen wir. Du auch Hurley.

Sawyer geht und die anderen wollen ihm folgen. Ben und Locke tauschen einen bedeutungsschwangeren Blick. Locke entsichert seine Waffe und zielt auf Sawyer. Sawyer hält an.

Sawyer: Hast du den Verstand verloren?

Locke: Hugo wird hier bleiben.

Sawyer zieht seine Waffe und richtet sie auf Locke. Locke schießt nicht.

Sawyer: Keine Chance.

Hurley: Wartet. Lasst mich da raus.

Locke: Es tut mir Leid, Hugo, ohne dich finden wir den Weg nicht.

Sawyer: Er wird nirgendwo mit dir hingehen, du durchgeknallter Mistkerl.

Hurley: Hört auf. Nehmt die Waffen runter. Ich geh mit Locke.

Sawyer: Hugo.

Hurley: Ist schon gut, Sawyer. [zu Locke] Bitte.. nimm die Waffe runter.

Locke senkt die Waffe.

Hurley: [zu Sawyer] Du auch.

Sawyer: Er kann dich nicht dazu zwingen.

Hurley: Macht euch auf den Weg zum Strand. Ich komm nach, sobald ich kann.

Sawyer legt die Waffe weg.

Sawyer: [zu Locke] Nimmt diese Lockenpracht auch nur den geringsten Schaden.. dann töte ich dich.

Locke: Damit kann ich leben.

Sawyer: Gehen wir. Los, mach schon.

Sawyer, Miles und Claire mit Aaron gehen in den Dschungel.

Locke: [zu Ben] Wie geht's weiter?

Nimmt die Fackel von Locke.

Ben: Folgt mir.

VorausblendeBearbeiten

Ein schwarzes Taxi hält an der Bordsteinkante einer Seitenstrasse. Ben steigt aus. Sein Blick richtet sich nach oben auf ein Gebäude.

Untertitel: London, England

Ben: Danke.

Er bezahlt den Fahrer und geht dann durch das Eingangstor des Gebäudes.

Ben öffnet eine Tür und tritt ein. Ein Pförtner im grauen Mantel beugt sich über den Empfangsschalter. Ben geht am Pförtner vorbei. Der Pförtner begrüßt Ben.

Pförtner: Guten Abend, Sir. Kann ich Ihnen helfen?

Ben: [dreht sich um] Oh, ja. Ich besuche Mr. und Mrs. Kendrick in 4E.

Pförtner: Jetzt noch, Sir?

Ben: [zuckt mit den Achseln und hebt seine Augenbrauen] Sie erwarten mich. [herausfordernd] Rufen Sie an und fragen Sie nach.

Ben grinst. Hinter seinem Rücken hält er fest umklammert den Zylinder, welchen wir ihn bereits an den Beduinen in Tunesien benutzen haben sehen. Seine Hand rückt ein Stück vor, um den Knopf zu erreichen.

Pförtner: Nicht nötig, Sir. Gute Nacht, Sir.

Ben dreht sich zum Lift um. Er geht hinein und die Türen schließen sich hinter ihm. Er zieht seine schwarzen Handschuhe aus und bearbeitet mit einem Dietrich das Kontrollpanel des Lifts. Der P-Knopf leuchtet auf--Penthouse Suite. Mit einem "Pling" öffnen sich die Türen und Ben geht aus dem Lift in das dunkle Penthouse und in ein Schlafzimmer.

Ben: Wach auf, Charles.

Charles Widmore schaltet seine Nachttischlampe ein.

Widmore: Ich hatte mich schon gefragt, wann du hier auftauchst. Du hast ein bisschen Farbe bekommen.

Ben: Irak ist zu dieser Jahreszeit wunderschön. Seit wann schläfst du mit ner Flasche Scotch neben dem Bett?

Widmore: Seit ich Albträume habe.

Widmore öffnet die Flasche und gießt sich ein Glas MacCutcheon ein.

Widmore: Bist du hier, weil du micht töten willst, Benjamin?

Widmore trinkt den Whiskey.

Ben: Du weißt so gut, wie ich, dass ich das nicht kann.

Widmore: Wieso bist du dann hier?

Ben: Ich bin gekommen, weil du meine Tochter umgebracht hast.

Widmore: Du stehst da und kuckst mich mit deinen widerwärtigen Augen an, und beschuldigst mich des Mordes an diesem armen Mädchen, obwohl wir beide wissen, dass nicht ich für ihren Tod verantwortlich bin, Benjamin... sondern du.

Ben: Nein, das ist nicht wahr.

Widmore: Doch, Benjamin, es ist wahr. Du kommst in mein Schlafzimmer gekrochen, mitten in der Nacht, wie eine Ratte, und bist so unverfroren, zu behaupten, dass du das Opfer wärst.

Widmore lehnt sich nach vorne.

Widmore: Ich weiß genau, wer du bist, Junge. Was du bist. Und ich weiß, das alles, was du dein eigen nennst, von mir ist. Also, ich frage dich noch mal: Was willst du hier?

Ben: Ich bin hier, Charles, weil ich dir sagen wollte, dass ich deine Tochter töten werde. Penelope, richtig? Und wenn sie tot ist.. wenn sie nicht mehr da ist.. wirst du verstehen, wie ich mich fühle.. und dir wünschen, du hättest die Regeln nicht verändert.

Widmore setzt sich auf.

Widmore: Du wirst sie niemals finden.

Ben dreht sich zum Gehen.

Widmore: Die Insel gehört mir, Benjamin. So war es.. und so wird es wieder sein.

Ben: Aber du wirst sie nicht finden.

Widmore: Dann begeben wir uns jetzt beide auf die Jagd.

Ben: So sieht's wohl aus. Noch eine gute Nacht, Charles.

Ben geht und zieht die Tür hinter sich zu.


Aufgeschrieben von Nordlys.

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