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4.10 Die Operation/Transkription

< 4.10 Die Operation

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Informationen zu dieser Episode

InselabschnittBearbeiten

Wir sehen ein geschlossenes Auge, das sich nur zögerlich öffnet. Danach ein verschwommens Bild von Juliet, die versucht, Jack zu wecken.

Juliet: Jack? Jack? Jack? Jack, wach jetzt bitte auf! Jack! Kannst du mich hören?

Er setzt sich mühsam auf.

Juliet: Alles in Ordnung?

Im Hintergrund sind streitende Stimmen zu hören.

Daniel:: [im Hintergrund] Was soll das?

Bernard: [im Hintergrund] Ach, komm schon Daniel...

Jack: Was ist passiert?

Juliet: Komm mit.

Am Strand sind Daniel und Bernard in eine heftige Diskussion verwickelt. Charlotte, Rose und Sun stehen bei ihnen.

Rose: Das kann doch nicht sein!

Bernard: Sag mir die Wahrheit!

Daniel: Ich weiß es nicht - das ist die Wahrheit. Wirklich, ich weiß nicht wieso, aber sie reagieren nicht.

Bernard: Reagieren nicht? Aber gestern nacht, als du sie angefunkt hast, haben sie doch reagiert.

Rose: Das stimmt!

Juliet und Jack treten aus dem Zelt.

Bernard: Soll das heißen, dass sie uns jetzt ignorieren.

Charlotte: Woher sollen wir wissen, warum sie nicht antworten?

Rose: Wer hat dich denn gefragt?!

Charlotte: [zu Bernard] Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, wir sind nicht mehr auf dem blöden Boot.

Rose: Nicht in diesem Ton, Rotkäppchen.

Bernard: Ich will wissen, warum!

Jack: Hey! Wir sollten uns jetzt alle beruhigen, okay?

Jack sieht fiebrig aus. Er scheint auch sonst nicht ganz sicher auf den Beinen zu sein.

Bernard: Jack, wir werden belogen von denen!

Jack: Ich weiß, dass sie lügen, aber.. aber irgendwann wird irgend jemand herkommen, um sie abzuholen, und das ist der Moment, auf den wir warten.

Sun: Und wenn sie wieder weglaufen?

Jack: Hört mir zu!

Rose: Jack, geht's dir nicht gut?

Jack: Doch, alles okay. Wir brauchen noch ein bisschen Geduld, okay? Wir haben es fast geschafft. Ich hab gesagt, ich bring uns alle von hier weg. Ich habe versprochen, dass ich es schaffe...

Jack bricht zusammen. Alle rufen besorgt seinen Namen und laufen zu ihm. Juliet kniet sich zu ihm, um ihn zu untersuchen.

Juliet: Jack?.. Jack! Jack?

VorausblendeBearbeiten

Jack liegt mit nacktem Oberkörper in einem Bett und schläft. Ein Telefon auf dem Nachttisch klingelt. Er wird wach, schaut sich verschlafen um und geht ans Telefon.

Jack: Hallo?

Jane: Dr. Shephard? Ich wollte Sie nur an Ihren Termin mit Ms. Berenberg um 11 Uhr erinnern. Er wurde gestern verschoben und ich weiß ja, wie gut Sie Ihren Kalender kennen.

Jack: Ja. Jetzt fällt's mir wieder ein, Jane. Ich.. ich werd da sein.

Jane: Vielen Dank, Doktor.

Jack: Okay, bis dann.

Er steigt aus dem Bett und schwingt sich ein Handtuch um die Hüfte. Auf dem Boden liegt ein roter Schlüpfer. Er hebt ihn auf und legt ihn in eine Kommode. Dann geht er hinunter ins Wohnzimmer, stolpert über etwas.

Jack: Au! Kleiner Mistkerl.

Er hebt ein Modell des Millenium Falcon auf und legt es auf den Küchentresen. Dann stellt er zwei Gläser mit Rotweinresten in die Spüle, gießt Wasser in die Kaffeemaschine und schaltet sie ein. Er greift nach einer Zeitung, die auf dem Küchentresen liegt. Es ist der Sportteil. Eine Schlagzeile lautet: "Yankees verhauen Red Sox".

Jack: Arme Red Sox.

Er legt die Zeitung weg und geht weiter. Eine Dusche ist zu hören. Jack lächelt, geht zur Duschkabine und öffnet sie einen Spalt. Wir können nicht erkennen, wer dort duscht.

Jack: Morgen.

Stimme: Selber Morgen. Ich hab dir'n Rasierer gekauft.

Jack: Magst du mein Galgengesicht nicht?

Stimme: [lachend] Er liegt auf dem Waschbecken.

Jack geht zum Waschbecken, sieht sich grinsend den Rasierer an. Die Dusche wird abgestellt. Jack nimmt ein Handtuch. Die Tür der Duschkabine öffnet sich und Kate tritt lächelnd in das von Jack bereitgehaltene Handtuch.

Jack: Morgen.

Sie küssen sich.

MAIN TITLE

Ein Mobile, das Sterne und Planeten zeigt, dreht sich an einer Decke. Wir hören Jack, der offensichtlich aus "Alice im Wunderland" vorliest. Er sitzt neben Aarons Bett. Der Junge ist schon fast eingeschlafen.

Jack: "Alice nahm den Fächer und die Handschuhe auf, und da der Gang sehr heiß war, fächelte sie sich, während sie so zu sich selbst sprach: 'Wunderbar, wie seltsam heute alles ist, und gestern war es ganz wie gewöhnlich. Ob ich wohl in der Nacht umgewechselt worden bin? Lass mal sehen, war ich dieselbe, als ich heute früh aufstand?"

Während er liest kommt Kate an die Zimmertür. Er bemerkt sie erst nach einiger Zeit und dreht sich zu ihr um. Sie lächeln sich an.

Jack: [liest weiter] "'Aber wenn ich nicht dieselbe bin, dann ist die Frage: Wer in aller Welt bin ich? Ja.. das ist das Rätsel...'"

Aaron ist eingeschlafen. Jack sieht ihn nachdenklich an und klappt sanft das Buch zu. Er steht auf und löscht die Nachttischlampe. Beide gehen aus Aarons Zimmer.

Kate: Du bist'n Naturtalent.

Jack: [lächelnd] Ja?

Kate: Ja.

Jack: Mein Vater hat mir das immer vorgelesen.

Kate: Wirklich?

Jack: Was?

Kate: Es ist.. es ist schön, wenn du was Nettes über deinen Vater sagst.

Jack: Sag ich nie was Nettes über ihn? Er konnte gut Geschichten erzählen, das muss ich ihm lassen. [Kates Blick wird nachdenklicher.] Hey. [er hält sie sanft an den Schultern] Alles okay?

Kate: Ja. Ich sehe.. dich so gerne mit ihm. [Jack nickt.] Ich bin froh, dass du deine Meinung geändert hast. Du bist hier. Das ist so schön.

Jack: Das find ich auch.

Sie küssen sich. Er hebt sie hoch und trägt sie davon.

InselabschnittBearbeiten

Am Strand haben die Überlebenden Jack unter eine Palme gelegt.

Juliet: Er bleibt im Schatten. Ich hole Wasser.

Rose: Geht. Geht ein bisschen beiseite.

Jack schnauft und versucht aufzustehen, was ihm große Mühe bereitet.

Jin: Alles okay?

Jack: [stöhnend] Ja, es geht mir gut. Es geht schon. Es geht schon.

Kate kommt herbeigeeilt.

Kate: Hey, was ist passiert?

Bernard: Er war kurz weggetreten.

Kate: Du warst ohnmächtig?

Jack: Geht schon wieder. Ich bin nur.. etwas ausgetrocknet.

Kate befühlt seine Wangen.

Kate: Nein, Jack. Mit dir stimmt was nicht. Du hast Fieber.

Jack: Mir fehlt nichts. Ich... muss mich nur etwas ausruhen.

Er geht langsam und immer noch unsicher auf den Beinen davon.

Kate: Jack--

Jack: Alles okay.

Jack atmet durch. Kate sieht ihm besorgt nach.


Claire, Sawyer und Miles auf dem Weg zurück zum Strand. Sie laufen durch einen lichten Palmenwald. Claire stolpert.

Claire: Oh!

Sawyer: Alles okay?

Claire: Ja, nur'n bisschen wacklig.

Sawyer: Und der Kopf?

Claire: Geht schon wieder. Kopfschmerzen hab ich, aber wenigstens seh ich nicht mehr irgendwelche Dinge.

Miles: Ja? Was hast du denn gesehen?

Sawyer: Halt die Klappe, Kato.

Miles: Ich will nur'n bisschen plaudern.

Sawyer: Ich will vorwärts kommen. Lass uns ein paar Meter machen, bevor wir unser Lager aufschlagen. Wenn wir uns beeilen, können wir morgen mittag am Strand sein.

Miles beginnt, Stimmen zu hören und bleibt stehen. Es sind die von Alex und Rousseau, kurz bevor sie getötet wurde. Auch Echos der Schüsse erklingen.

Sawyer: Was ist?

Sawyer geht zu ihm.

Sawyer: Hey. [Miles reagiert nicht.] Hey!

Miles: Wer sind Danielle und Karl?

Claire: Du... du meinst Rousseau? Die Französin?

Miles kniet sich hin. Aaron beginnt zu weinen. Miles beginnt den Boden aufzuscharren. Die toten Gesichter von Rousseau und Karl kommen zum Vorschein.

Claire: [schockiert] Oh mein Gott!

Man hört Fliegen summen.

Miles: Ist das eure Französin?

Miles scharrt weiter Erde weg. Sawyer erkennt Karl.

Sawyer: Karl. Woher wusstest du, dass sie hier liegen? Waren deine Freunde das?

Miles: Das sind nicht meine Freunde, Mann. Ich wusste nicht, dass sie so drauf sind.

Claire: Können wir - Können wir von hier verschwinden, bitte? Lasst uns gehen, ja?

Sawyer: Ja, klar. Mach dir keine Sorgen. Wenn wir erst am Strand sind, dann sind wir in Sicherheit, okay?

Claire nickt unsicher.

Sawyer: Na komm. Gehen wir.


Zurück am Strand. Jack ist in seinem Zelt und schluckt Medikamente. Juliet kommt mit besorgtem Blick herein.

Jack: [stöhnt] Ich hasse es, wenn ich krank bin.

Juliet: Ne Idee, was es sein könnte?

Jack: Lebensmittelvergiftung.

Juliet: Wie kommst du darauf?

Jack: Ich hab Magenkrämpfe, ich bin dehydriert, Übelkeit.

Juliet: Ich glaube, da liegst du falsch.

Jack: [lächelnd] Ach ja?

Juliet: Lässt du mich mal tasten?

Jack weigert sich.

Juliet: Wenn es ne Vergiftung ist, dann hast du doch nichts zu befürchten.

Jack legt sich zur Seite und hebt sein Hemd hoch. Juliet beginnt seinen rechten Bauchbereich abzutasten. Jack atmet schmerzhaft ein.

Juliet: Es ist der Blinddarm, Jack. Wann haben die Schmerzen angefangen?

Jack: Gestern.

Juliet: Ist es schon ein Durchbruch?

Jack: Noch nicht.

Juliet: Tja, dann müssen wir wohl ans Operieren denken.


Juliet geht mit Sun und Jin durch das Strandlager. Sie hält ein Schreibblock und Stift in der Hand.

Juliet: [zu Sun] Erinnerst du dich noch an den Weg zur medizinischen Station?

Sun: Ja, ich erinnere mich.

Juliet: Das hier sind die Instrumente, die du mir bringen musst. Sie liegen alle in den Schubladen im Untersuchungsraum.

Sie beginnt etwas in den Block zu schreiben.

Sun: "Klammer"? "Wundspreizer"? Ich weiß nicht, wie das alles aussieht.

Daniel: Ich kann dir helfen. Ich kenn mich mit chirurgischen Instrumenten aus.

Juliet: Ich dachte du bist Physiker.

Daniel: Naja, ich hab schon mal Tiere autopsiert, also wenn-wenn..

Jin: Nein.

Sun: Wir können ihnen nicht vertrauen.

Charlotte: [spöttisch] Siehst du, Dan? Ich sag's ja. Sie sind überzeugt, dass wir sie umbringen. Wir brauchen uns also nicht mehr zu verstellen.

Daniel: Oh Mann, Charlotte, genau das jetzt.. genau dies.. dieses Verhalten, diese vollkommen unnötige Arroganz. Deswegen vertrauen sie uns nicht. Lass das. [zu Juliet] Juliet, bitte. Wir sind nicht verantwortlich für das, für alles, was passiert ist. Wir sind Wissenschaftler. Wir wollen nicht, dass jemand verletzt wird. Wir wollen helfen. Bitte lass uns helfen.

Juliet reißt das Blatt mit der Instrumentenliste vom Block und gibt es Daniel. Dann greift sie nach ihrer Waffe und reicht sie Jin.

Juliet: Wenn sie weglaufen sollten, in die Beine schießen. [zu Sun] Kommt so schnell zurück, wie ihr könnt.

Sun: Okay.

Daniel: Danke.

Sie machen sich auf den Weg.

Juliet: Wir benötigen außerdem eine sterile Umgebung. Sucht eine harte Unterlage. Gut waschen, und sammelt so viele Planen, wie ihr findet.

Kate: Hey, Juliet. Wenn's da alles gibt, was wir brauchen, wieso bringen wir Jack dann nicht einfach dorthin?

Juliet: Wenn wir ihn bewegen, dann besteht die Gefahr eines Blinddarmdurchbruchs, und wenn das passiert, wird er sterben.


Im Dschungel. Sawyer, Miles und Claire rasten gerade. Miles beobachtet Claire aus einiger Entfernung, die gerade Aaron versorgt.

Sawyer: Denk nicht mal dran!

Miles: An was?

Sawyer: Sprich sie nicht an. Sieh sie nicht an. Mach sie nicht an. Sie hat ne Schutzanordnung - 10 Meter Abstand.

Miles: Was bist du, ihr Bruder?

Sawyer: Nein. Ich stell meinen Stiefel in dein Gesicht, wenn du nicht sagst: "Ja, verstanden".

Miles: Ja, verstanden.


Am Strand bereiten die Überlebenden alles für die Operation vor. Bernard baut gerade einen provisorischen Tisch zusammen. Rose bringt Wasser herbei.

Bernard: So ist gut.

Rose stellt den Eimer Wasser auf den Tisch, greift hinein und holt einen Lappen hervor. Bernard tut es ihr nach. Sie beginnen den Tisch gründlich zu wischen.

Bernard: Schatz, ich bin sicher, Jack wird wieder gesund. Eine Blinddarmentfernung gehört zu den am meisten durchgeführten Eingriffen überhaupt.

Rose: Darüber habe ich nicht nachgedacht. Ich hab mich gefragt, wieso er krank geworden ist.

Bernard: Wieso? Das ist einfach Pech.

Rose: Die Person, auf die wir am meisten zählen, wird kurz bevor wir gerettet werden plötzlich schwer krank und du sagst, das wäre einfach nur Pech.

Bernard: Und was hast du für eine Erklärung? Dass Jack mit irgendetwas die Götter erzürnt hat? Menschen werden nun mal krank, Rose.

Rose: Hier nicht. Hier werden sie gesund.


In Jacks Zelt. Juliet rasiert ihm gerade den Bauchbereich.

Jack: Wie lange ist es her, dass du das gemacht hast?

Juliet: Eine Blinddarmoperation oder einem Mann den Bauch rasieren?

Beide lachen, Jack mit schmerzverzerrtem Gesicht.

Juliet: In meiner Assistenzzeit. Blinddarm-OPs gab's da ziemlich oft.

Jack: Dann weißt du ja, dass der Schnitt 5 cm tiefer sein muss als da, wo du rasierst.

Juliet: Ich bereite den Eingriff erst vor, danke.

Jack: Ich will dich unterstützen.

Juliet: Was?

Jack: Ich will keine Vollnarkose. Wir können das Lidocain für eine örtliche Betäubung nehmen, dann kann ich die Operation beobachten und, wenn nötig, helfen.

Juliet: Und äh, wie willst du was sehen? Wenn du flach auf dem Rücken liegst und meine Hände in deinem Bauch sind.

Jack: Wir nehmen einen Spiegel. Kate könnte ihn halten.

Juliet: Wäre es nicht sinnvoll, wenn die Beteiligten medizinische Erfahrung haben? Bernard, zum Beispiel, ist Zahnarzt.

Jack: Ich will, dass Kate den Spiegel hält.

Juliet: Okay.

VorausblendeBearbeiten

Jack und Ms. Berenberg in einer Klinik. Sie sind auf dem Weg in das Foyer des Krankenhauses.

Jack: Keine Sorge Ms. Berenberg, Sie sind in guten Händen.

Ms. Berenberg: Ich danke Ihnen.

Jack: Ich seh Sie dann morgen früh um 5, ja?

Ms. Berenberg nickt zustimmend.

Jack: Und bitte nicht vergessen, nichts essen vorher, okay?

Ms. Berenberg: Ja, ich weiß.

Jack: Einen schönen Abend noch.

Ms. Berenberg geht und Jack dreht sich um, will wieder zurück, als er plötzlich stutzt und sich noch einmal umdreht. Er sieht jemanden weggehen, der seinem Vater zum Verwechseln ähnlich sieht. Eine Kollegin ruft nach Jack.

Dr. Stevenson: Jack? [Jack reagiert nicht.] Jack? [im Hintergrund läutet ein Telefon] Siehst du dir mal das Bild an? Es geht um den L4. Was hältst du davon?

Jack: L4, ja...

Beide wollen gehen.

Rezeptionistin: Äh, Dr. Shephard, hier ist ein Anruf für Sie. Ein Dr. Stillman von der Santa Rosa Klinik. Es ginge um einen Freund, sagt er.


In der Santa Rosa Klinik. Jack und Dr. Stillman gehen einen Korridor entlang.

Dr. Stillman: Er weigert sich, seine Medikamente zu nehmen und er schläft nicht mehr.

Jack: Was ist mit seiner Therapie?

Dr. Stillman: Eingestellt. Mangelnde Erfolgsaussichten.

Jack: Und weswegen?

Dr. Stillman: Er glaubt nicht, dass ich existiere.

Er hält eine Schlüsselkarte an das Lesegerät einer Tür. Es piept kurz und das Schloss öffnet sich mit einem leisen Knacken. Jack öffnet die Tür und tritt ein. Hurley sitzt auf dem Bett und starrt ins Leere.

Jack: Hallo, Hurley.

Hurley: [ohne aufzusehen'] Hallo, Jack.

Jack nimmt sich einen Stuhl und setzt sich zu ihm.

Jack: Wieso nimmst du deine Medikamente nicht?

Hurley: Weil wir tot sind. Wir alle. Die Oceanic Sechs, wir sind alle tot. Wir haben die Insel nie verlassen.

Jack: Hurley... das ist nicht wahr.

Hurley: Was hast du heute gemacht?

Jack: Was hab ich heute gemacht? Ich, ähm... [seufzt] Ich bin aufgewacht, dann hab ich geduscht, Kate und ich haben den Kleinen gefüttert...

Hurley: Ich dachte, du willst von Aaron nichts wissen.

Jack: Der Prozess hat alles geändert.

Hurley: Du lebst mit Kate, ihr sorgt zusammen für Aaron. Das scheint so perfekt.. wie im Himmel.

Jack: Nur weil ich mein Glück gefunden hab, Hurley, heißt das noch nicht, dass es nicht wahr ist.

Hurley: Ich hatte auch mein Glück gefunden, für eine Weile jedenfalls. Doch dann ist Charlie aufgetaucht. [er blickt durch das vergitterte Fenster in den dunklen Innenhof der Anstalt] Er sitzt gern mit mir auf der Bank vorne auf der Wiese. Ich find's eigentlich schön, dass er da ist.

Jack: Okay. Und was erzählt ihr euch beide so?

Hurley: Also, gestern hat er mir gesagt, dass du vorbeikommen würdest. Er hat mich gebeten, dir etwas auszurichten.

Jack: Etwas ausrichten?

Hurley öffnet eine Schublade an seinem Nachttisch und holt einen Zettel hervor.

Hurley: Er wollte, dass ich's mir aufschreibe, sonst würd ich die Hälfte vergessen. [Tränen laufen ihm über die Wangen] Er soll nicht bei dir aufwachsen, Jack.

Jack steht verärgert vom Stuhl auf. Wendet Hurley den Rücken zu.

Hurley: Ergibt das irgend einen Sinn?

Jack: Nein, das... ergibt keinen Sinn.

Hurley: Denkst du, er meint Aaron?

Jack dreht sich wieder zu ihm um. Sein Blick ist ärgerlich.

Jack: Nimm deine Medikamente. Nimm sie.

Er öffnet die Tür, will gehen.

Hurley: Hey, Jack? Charlie sagt, dass du auch Besuch kriegen wirst... in nächster Zeit.

InselabschnittBearbeiten

Jin, Sun, Daniel und Charlotte auf dem Weg zur medizinischen Station.

Sun: Wir sind da.

Jin beginnt den Eingang von Pflanzen und Geäst zu befreien. Charlotte öffnet die Tür. Jin zieht seine Waffe. Charlotte will nach unten in die Station, wird jedoch von Daniel zurückgehalten.

Daniel: Hey, äh.. wie wär's, wenn ich zuerst reingehe? Ähm.. ich seh nach, ob die Luft rein ist.

Charlotte: Okay. Bitte sei vorsichtig.

Daniel: Ja, das bin ich.

Jin: [auf Koreanisch, untertitelt] [Hat sie gemerkt, dass sie ihm gefällt?]

Sun: [auf Koreanisch, untertitelt] [Natürlich hat sie es gemerkt. Sie ist eine Frau. Na komm, Jin.]

In der Station. Sun schiebt eine Stahltür auf und betätigt einen Lichtschalter.

Daniel: Was vermutest du, wo die Stromversorgung herkommt?

Charlotte: Tja, die Liste wird immer länger. Lass uns die Instrumente zusammensuchen und gehen, einverstanden?

Sun betrachtet nachdenklich die Liege, auf dem Juliet vor nicht allzu langer Zeit die Untersuchung an ihr durchgeführt hat.

Jin: [auf Koreanisch, untertitelt] [Alles in Ordnung mit dir?]

Sun: [auf Koreanisch, untertitelt] [Hierher hatte mich Juliet gebracht. Hier habe ich unser Baby gesehen. Jin, die beiden werden uns nicht helfen.]

Jin [auf Koreanisch, untertitelt] [Mach dir ihretwegen keine Gedanken. Ich habe es dir versprochen, Sun. Ich sorge dafür, dass du und unser Baby die Insel verlassen.]


Sawyer, Miles und Claire schlagen sich weiterhin durch den Dschungel in Richtung Strand.

Miles: [zu Claire] Vorsicht. Soll ich das Baby mal tragen.

Claire: Nein. Nein, danke, ich schaff das schon.

Miles: Sicher? Kinder mögen mich.

Sawyer: [leise zu Miles] Begreifst du den Sinn des Wortes "Schutzanordnung" nicht?

Plötzlich hören sie ein Blätterrascheln. Sawyer entsichert seine Waffe.

Sawyer: Geh hinter mich, Claire

Jetzt sind auch Schritte zu hören. Sawyer richtet sein Gewehr in die Richtung, aus der sie kommen. Lapidus kommt aus dem Gebüsch gestürzt. In der Hand hält er einen Erste-Hilfe-Kasten.

Lapidus: Whoa! Hey!

Sawyer: Wer zum Teufel bist du?

Das Satelliten-Telefon piept.

Miles: Lapidus.

Lapidus: Miles?

Sawyer: Ihr zwei kennt euch?

Lapidus: Versteckt euch. Sofort! Schnell!

Miles: Was?

Lapidus: Keamy ist auf dem Weg hierher, und wenn er euch entdeckt, seid ihr tot.

Das Piepen wird schneller.

Lapidus: Er ist fast hier. Ihr müsst euch verstecken! Sofort! Los! Versteckt euch! Versteckt euch!

Sawyer nimmt Claire an die Hand. Zusammen mit Miles flüchten sie ins Unterholz.

Sawyer: Komm mit. Hier rein!

Stimme: [im Hintergrund] Es kann nicht mehr weit sein. Hier lang.

Keamy und seine Männer kommen angelaufen.

Keamy: Wo ist der Hubschrauber?

Lapidus: Ein Kilometer in diese Richtung.

Keamy: Hast du den Koffer?

Lapidus: Ja, hier ist er. Oh Mann, das sieht schlimm aus. Was zum Teufel ist passiert?

Zwei der Söldner tragen einen ihrer schwer verletzten Kameraden.

Keamy: Mach du deinen Job, ich mach meinen.

Aaron schreit kurz auf. Keamy horcht misstrauisch auf und schaut sich um. Er geht in die Richtung, aus der das Geräusch kam.

Lapidus: Okay. Es wird schon dunkel, Mann. Wir müssen aufbrechen.

Sawyer hebt sein Gewehr.

Lapidus: Keamy, wir müssen zum Hubschrauber.

Keamy reagiert nicht auf ihn.

Lapidus: Keamy, wir müssen zurück, denn eins sag ich dir, Faradays Peilung folge ich nicht mitten in der Nacht. Das werd ich nicht tun. Also, wenn ihr zurück wollt, dann müssen wir jetzt los. Sofort.

Keamy lässt sich von Frank überreden und stellt die Suche ein.

Keamy: Einverstanden, übernimm die Führung. [zu seinen Männern] Kommt.

Söldner: [zu dem Verletzten] Gleich ist es geschafft.

Sawyer und die beiden anderen atmen erleichtert auf.


Am Strand. Kate kommt auf Juliet zu.

Kate: Das Zelt ist bereit. Wir sind fertig.

Juliet: Gut, danke. Hör zu, ich könnte noch jemanden da drin brauchen. Würdest du mir helfen?

Kate: [zögernd] Ehm, ich weiß nicht. Das ist keine so gute Idee.

Juliet: Du sollst nur einen Spiegel halten. Jack will dabei zusehen, falls ich Hilfe brauche.

Kate lächelt.

Juliet: Was?

Kate: Es wundert mich nur, dass er sich noch nicht selbst operiert hat.

Jack kommt torkelnd aus seinem Zelt.

Juliet: Jack. Was machst du hier?

Jack: Ich brauch keine Trage. Ich kann die paar Meter laufen.

Kate: Ich helf dir.

Juliet: Sie werden bald mit den Instrumenten zurück sein. Wir müssen sofort loslegen können, wenn sie da sind. Wir sehen uns dann im Zelt.

Juliet geht. Jack lässt sich von Kate gestützt zum OP-Zelt bringen.

Kate: Sieht aus, als wäre ich deine Krankenschwester.

Jack: Es wäre nicht das erste Mal.

Kate lächelt.

Jack: Hör zu... wenn mir irgendwas passiert.

Kate: Hör auf damit, Jack.

Jack: ´[lächelt] Einverstanden.

VorausblendeBearbeiten

Jack sitzt in seinem Wagen vor der Santa Rosa Klinik und betrachtet nachdenklich das Gebäude und den Hof der Anstalt. Er startet den Wagen und fährt davon.


Kate liegt schlafend ihn ihrem Bett.

Jack: Kate? Kate? Wach auf.

Kate: Hi. Ist doch schon spät, oder?

Jack: Ja, sehr. Bin grade nach Hause gekommen.

Sie setzt sich auf.

Kate: Hast du noch gearbeitet?

Jack: Nein ich, ähm... musste noch wo anhalten, um was zu holen. Das hat etwas gedauert.

Sie sieht ihn besorgt an. Streicht ihm über den Kopf.

Kate: Hey, was ist los? Was hast du?

Jack: Letztens, da.. hab ich Aaron vorgelesen, und du hast gesagt, ich wär'n Naturtalent. Bist du wirklich.. Bist du wirklich überzeugt, dass ich das hier kann?

Kate: Ja. Du kannst das.

Jack: Willst du meine Frau werden?

Jack greift in die Tasche seines Jacketts und holt eine kleine Schatulle hervor. Er öffnet sie. Darin befindet sich ein Ring. Kate beginnt zu weinen vor Rührung.

Kate: Ja.

Kate lächelt glücklich. Er legt ihr den Ring an den Finger.

Kate: Natürlich will ich, ja.

Sie umarmen sich.

InselabschnittBearbeiten

Juliet und Bernard zünden Fackeln an, die sie im Kreis aufstellen.

Bernard: [deutet in eine Richtung] Sie sind wieder da.

Juliet läuft auf die Rückkehrer zu.

Juliet: Habt ihr alles gefunden?

Daniel: Ja, Ma'am, die ganze Liste. Wie geht's ihm?

Juliet: Noch gut. Sun, wir müssen die hier keimfrei machen. Da drüben steht ein Topf mit kochendem Wasser.

Sie gehen los. Charlotte will auch gehen, wird jedoch von Jin angesprochen.

Jin: Charlotte.

Charlotte: Ja?

Jin: [auf Koreanisch, untertitelt] [Ich weiß, dass du mich verstehst.]

Charlotte: Wie, bitte?

Jin: [auf Koreanisch, untertitelt] [Ich weiß, dass du Koreanisch sprichst. Du hast gelächelt, als Sun und ich über dich gesprochen haben. Und in der Station hast du uns zugehört.]

Charlotte: Es tut mir Leid, vielleicht kann deine Frau übersetzen...

Jin: [auf Koreanisch, untertitelt] [Wenn du weiterhin lügst... werde ich deinem Freund Daniel weh tun. Ich werde ihm seine Finger einzeln brechen. Verstehst du das?]

Charlotte: [auf Koreanisch, untertitelt] [Was willst du?]

Jin: [auf Koreanisch, untertitelt] [Wenn der Hubschrauber kommt, um euch zu holen... wirst du meine Frau von der Insel bringen.]

Charlotte: [auf Koreanisch, untertitelt] [Was ist mit dir und deinen Freunden?]

Jin: [auf Koreanisch, untertitelt] [Sorg dafür, dass sie im Hubschrauber sitzt.]

Charlotte nickt kurz.


Im Operationszelt. Juliet schaltet eine Lampe ein. Bernard bereitet eine Spritze mit einem Mittel zur örtlichen Betäubung vor.

Bernard: Von der Station haben sie ein bisschen Chloroform mitgebracht. Ich könnte dir was davon verpassen. Würdest du nicht lieber davon träumen, was zuhause auf dich wartet?

Jack: Nein, ich.. mir reicht das Lidocain. [zu Kate] Kate... [hält einen Spiegel hoch.] genau da musst du ihn halten.

Bernard: [setzt die Spritze an] Okay, das ist die Betäubung für den ersten Schnitt. Ich würde dir gerne sagen, dass du danach nichts spüren wirst, aber das wirst du.

Juliet: Bereit?

Bernard reicht ihr ein Skalpell.

Juliet: Okay. Fangen wir an.

Sie macht einen Schnitt mit dem Skalpell. Jack unterdrückt angestrengt ein Stöhnen. Sie setzt ein zweites Mal an, diesmal tiefer.

Juliet: Okay, Jack. Ein Mal noch.

Jack stöhnt auf vor Schmerz.

Juliet: Okay, nicht bewegen.

Jack stöhnt.

Juliet: Schön still liegen [zu Bernard] Wundspreizer.

Jack: Kate, i-ich kann nichts sehen.

Kate: 'Tschuldige.

Juliet: Kümmere dich nicht um den Spiegel, lieg einfach still. [zu Bernard] Spreizer!

Jack ächzt.

Jack: Das ist gut. Das ist gut, ja. Genau so.

Bernard reicht Juliet den Spreizer. Sie setzt ihn an.

Jack: So ist es gut.

Juliet macht die Wunde weiter auf. Jack schreit auf vor Schmerz.

Juliet: Das Chloroform, Bernard.

Jack: Nein! Nein. Hey! Ich will nicht das Bewusstsein.. verlieren.

Juliet: Du willst nicht die Kontrolle verlieren.

Jack: Kate...

Juliet: Kate, du gehst jetzt lieber. Bernard?

Jack: Nein, Kate!

Kate beginnt zu weinen.

Juliet: Kate, du musst gehen. Bernard?

Jack: Nein, Kate!

Juliet: Kate, verlass das Zelt! Bernard?!

Jack: Kate...

Kate: Jack.

Juliet: Kate. Kate, verlass das Zelt! Verdammt, Bernard! Das Chloroform! Bernard!

Bernard: Es tut mir leid Jack, aber sie hat Recht.

Er legt Jack einen Lappen mit Chloroform über Nase und Mund. Jack verliert das Bewusstsein.

VorausblendeBearbeiten

Jack betrachtet sich in seinem Büro in der Klinik ein Röntgenbild und eine Krankenakte. Er spricht in ein Diktiergerät.

Jack: Laker, Ryan. Patient ist männlich, 36.

In der Ferne ist ein Piepen zu hören.

Jack: Das Osteoplastom ist sichtbar im Bereich der Lendenwirbelsäule. Ich empfehle, eine Biopsie durchzuführen und...

Er wird durch das Piepen abgelenkt, legt Akte und Diktiergerät weg und geht aus seinem Büro dem Geräusch nach. Das Piepen stammt von einem Rauchmelder im Foyer. Er steigt auf den Empfangstresen, um sich den Rauchmelder genauer anzusehen, öffnet ihn und entfernt die Batterie. Dann steigt er wieder herunter. Plötzlich hört er eine Stimme und schreckt zusammen.

Stimme: Jack?

Er sieht seinen Vater, der im Foyer in einem Sessel sitzt. Er geht langsam auf ihn zu. Dr. Stevenson kommt von hinten in das Foyer.

Dr. Stevenson: Jack?

Jack dreht sich erschrocken um, atmet aus. Er sieht wieder zum Sessel, doch dieser ist nun leer.

Dr. Stevenson: Alles in Ordnung?

Jack ist sehr verwirrt und mitgenommen. Er versucht, Tränen zu unterdrücken.

Jack: Ehm, ja. Mir gehts gut. Ich, ähm.. ich wollte nur... der Rauchmelder hat Alarm geschlagen. Ich.. ich hab nur..

Er hält die Batterie hoch.

Dr. Stevenson: Okay. Danke, dass du auf uns aufpasst, Jack.

Jack: Erika, ähm... tust du mir einen Gefallen?

Dr. Stevenson: Ja, gern.

Jack: Ich brauche ein Rezept für.. Clonazepam.

Dr. Stevenson: Für dich?

Jack: Ja, ehm... ist grade alles ein bisschen viel.. die Arbeit. Auf meinem Schreibtisch stapeln sich die Fälle und.. Kate und ich werden heiraten. Ich.. ich.. schlafe nachts einfach nicht sehr gut, weißt du.

Dr. Stevenson holt einen Rezeptblock hervor und stellt ihm eins aus.

Jack: Danke.

Dr. Stevenson: Eine Hochzeit sollte ein freudiges Ereignis sein und kein stressiges.

Jack: Ja. [lächelt] Du hast Recht.

Dr. Stevenson: Sprich doch mal mit einem Freund.

Jack: [nickt] Das werd ich tun.

Dr. Stevenson: Gute Nacht.

Jack: Gute Nacht.


Jack betritt mit müdem Blick sein und Kates Zuhause. Kate ist am Telefon in der Küche, sie hat ihn noch nicht bemerkt.

Kate: Ja, dann soll die Nanny ein paar Stunden länger bleiben. Jack kommt sowieso nie vor 8 nach Hause. Ich könnte mindestens eine Stunde bleiben. [Jetzt bemerkt sie ihn, dreht sich zu ihm um.] Ich muss auflegen, Jack ist gekommen. Ja, okay, ich ruf dich an. Ciao.

Sie legt auf.

Jack: Hi.

Kate: Hi. Ich hab mich erschrocken.

Jack: Entschuldige. Ich dachte, du wärst schon im Bett. Wer war das?

Kate: Das war Noreen.

Jack: Noreen?

Kate: Ja, sie ist eine Mutter aus dem Park. [Jack sieht sie ein bisschen misstrauisch an. Kate lächelt.] Was ist denn?

Jack: Nichts, ich... ich hab nur noch nie ihren Namen gehört.

Kate: Tja, jetzt schon. [Sie küsst ihn] Kommst du gleich nach oben?

Kate geht die Treppe hinauf ins Schlafzimmer. Jack bleibt, immer noch verwirrt von seinem Erlebnis im Krankenhaus, erstmal in der Küche. Er greift in die Innentasche seines Jacketts und holt das Clonazepam heraus, öffnet die Dose und spült zwei Pillen mit einem Bier hinunter.

InselabschnittBearbeiten

Sawyer, Claire und Miles haben ihr Nachtlager aufgeschlagen. Sie liegen schlafend um ein Lagerfeuer herum. Claire wacht auf und bemerkt, dass Aaron verschwunden ist. Sie sieht sich verwirrt um und erblickt Christian, der Aaron in seinen Armen wiegt. Er sieht zu ihr hinüber.

Claire: Dad?


Kate sitzt mit besorgtem Gesichtsausdruck am Strand. Bernard kommt zu ihr.

Bernard: Hey. Keine Sorge. Es ist gut verlaufen. [Kate lächelt erleichtert] Ja, sie war richtig gut. Sie hat gesagt, du kannst reingehen, wenn du willst.

Kate: Danke.

Bernard: Okay.

Im Zelt näht Juliet gerade die Operationswunde zu, als Kate hereinkommt.

Juliet: Er hat nicht sehr viel Blut verloren. Der Blinddarm ist raus und ich hab alles wieder da hingetan, wo es hingehört, hoffe ich.

Kate: [lächelt] Also geht's ihm bald wieder gut.

Juliet: Er kommt wieder auf die Beine. Wenn wir es schaffen, dass er sich jetzt etwas schont.

Kate: Viel Erfolg wünsche ich.

Beide lachen.

Juliet: Tut mir leid, dass ich geschrienen hab.

Kate: Das war völlig okay. Du hattest gerade genug Stress.

Juliet: Ja... er hat mich geküsst.

Kate: Was?

Juliet: Als wir Dan und Charlotte auf die andere Seite der Insel gefolgt sind, hat er mich geküsst.

Kate: Oh.

Juliet: Es war schön... aber der Kuss galt nicht mir, er hat es für sich getan. Ich bin sicher, dass er von etwas ablenken wollte.

Kate: Und von was?

Juliet: Dass er eigentlich jemand anderes liebt.

Kate: Ich danke dir, Juliet. Danke, dass du ihn gerettet hast.

Sie verlässt das Zelt.

Juliet: [zu Jack] Ich weiß, dass du wach bist.

Jack öffnet die Augen.

VorausblendeBearbeiten

Jack sitzt zuhause in einem Sessel. Kate ist gerade zur Tür hereingekommen.

Jack: Hi.

Kate: Hi. Du bist schon da? Wo ist Veronica?

Jack: Hab ich nach Hause geschickt. Der Kleine schläft.

Auf dem Couchtisch stehen drei leere Bierflaschen und eine offene Weinflasche.

Kate: Gut.

Sie setzt sich und blickt besorgt auf die leeren Flaschen. Jack greift nach einem Glas Whiskey.

Jack: Warum war sie hier?

Kate: Was soll das heißen?

Jack: Die Nanny. Sie arbeitet nur bis 4. Ich war um 6 zuhause.

Kate: Ich musste viel erledigen, deswegen ist sie heute etwas länger geblieben. [Jack nickt, scheint allerdings nicht überzeugt zu sein.] Was ist los, Jack? Wieso bist du so früh zuhause?

Jack: Ich hab Hurley besucht.

Kate: Heute?

Jack: Letzten Freitag.

Kate: Wieso hast du nichts erwähnt, ich hätte dich begleitet.

Jack: [lacht] Weil er verrückt ist, Kate, und ich nicht wollte, dass du dich aufregst... Wo warst du heute?

Kate: Ich bitte dich, Jack, du musst mir vertrauen. Vertrau mir und frag nicht weiter.

Jack: Wo warst du?

Kate: [flüstert mit Tränen in den Augen] Jack, lass es.

Jack: Nein, du hast gestern mit jemandem gesprochen. Wer war da am Telefon?

Kate: Jack, hör auf.

Sie steht auf und will gehen.

Jack: Nein! Nein, ich will es wissen.

Kate: Nein, Jack.

Jack folgt ihr.

Jack: Nein, ich will wissen wo du warst. Mit wem du zusammen warst.

Kate: Nein, das ist nicht wichtig, Jack. Bitte.

Jack: Nein, sag's mir. [schreit] Sag's mir!

Kate: [seufzt] Er wollte, dass ich etwas für ihn mache.

Jack: Für wen?

Kate: Für Sawyer. [sie beginnt zu weinen] Ich musste es ihm versprechen.. Es..

Jack: Was denn!?

Kate: Ist doch vollkommen egal. Es hat nichts mit uns zu tun.

Jack: Und warum sagst du's mir dann nicht?

Kate: Weil er... weil er es bestimmt nicht wollen würde.

Jack: Aber er ist nicht hier, oder? Nein. Nein, er hat sich entschieden, für die Insel. Ich hab mich für die Rückkehr entschieden. Ich bin der, der jetzt hier ist. Ich bin der, der dich gerettet hat.

Kate: Jack. Jack, das... das geht so nicht. Wenn du Probleme hast, dann musst du sie lösen. Verstehst du, so lass ich dich nicht in die Nähe von meinem Sohn.

Jack: Dein Sohn? Er gehört ja nicht mal zu deiner Familie.

Kate erschreckt etwas, als sie Aaron in der Tür stehen sieht. Er hält einen großen Plüschorca in den Händen. Sie geht zu ihm und nimmt ihn weinend auf den Arm.

Kate: Na, du kleiner Bär. Hey.

Jack dreht sich um und geht mit Tränen in den Augen davon.

InselabschnittBearbeiten

Es ist morgen im Dschungel. Miles sitzt am mittlerweile erloschenen Lagerfeuer und stochert mit einem Stück Holz in der Asche herum. Sawyer wacht gerade auf. Claire ist nicht zu sehen.

Miles: Morgen.

Sawyer: Ist noch viel zu früh für Chinesen. [er bemerkt, dass Claire nicht da ist] Wo ist Claire? Für kleine Mädchen?

Miles: Nein, sie ist einfach in den Dschungel gegangen.

Sawyer blickt überrascht und besorgt auf.

Sawyer: Was? Wann?

Miles: Es war mitten in der Nacht. Sie ist aufgestanden und weggegangen.

Sawyer: [verärgert] Du hast sie allein in den Dschungel gehen lassen?

Miles: Sie war nicht allein.

Sawyer: Wer war denn bei ihr?

Miles: Sie hat ihn "Dad" genannt. Ich wär ihnen ja gefolgt, aber.. da ist diese Schutzanordnung.

Miles grinst. Sawyer will ihn schlagen, doch dann schreit Aaron in der Ferne.

Sawyer: Claire! Claire!

Er schnappt sich sein Gewehr und läuft dem Schreien nach. Er findet Aaron in seinem Bündel aus Decken unter einem Baum liegend.

Sawyer: Ist schon gut. Ist schon gut. Ich hab dich.

Er nimmt ihn hoch. Aaron schreit weiter.

Sawyer: Claire! Claire!

Aaron schreit weiter.

Sawyer: Claire! Claire!


Aufgeschrieben von Nordlys

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