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Willkommen auf Oahu: Das Making-of des Pilotfilms

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Bei dem Folgenden handelt es sich um ein Extra von DVD 7 der DVD-Box zur ersten Staffel. Es nennt sich „Willkommen auf Oahu“ und handelt von den Prozessen und Widerwärtigkeiten des Filmens der teuren und komplexen Gestrandet-Doppelepisode.

Die Extras wurden für die deutsche Ausgabe nicht extra synchronisiert, sondern nur mit Untertiteln versehen. Deshalb handelt es sich bei den folgenden Transkripten um die der Untertitel; für die gesprochenen Worte, siehe englische Lostpedia.


[Verschiedene Szenen vom Produktionsset des Pilotfilms werden gezeigt.]

Damon Lindelof: Dritter Tag. Der Eisbär ist da.

[Mann von der Produktion sagt: „Wir haben dieses Flugzeug vor 6 Wochen in Mojave gekauft. Hier ist es.“]

Dominic Monaghan: Am ersten Drehtag war ich dran. Eigentlich wäre Evangeline dran gewesen. Aber ihre Arbeitspapiere fehlten noch und meine waren glücklicherweise schon da. Also drehten wir am ersten Tag Charlie im Flugzeug, verfolgt von den Stewardessen bis zur Toilette, wo er Drogen nimmt.

[Blick auf Damon Lindelof, der im Flugzeug sitzt und das Skript am Laptop schreibt. Er sagt: „Es wird weiter umgeschrieben. Und so wird es bis zum 32. Tag bleiben.“ An der Seite wird Charlie gefilmt. Jemand gibt Anweisungen: „Eins, zwei, drei, bumm.“ Es handelt sich um die Szene, in der ein Essenswagen den Gang entlangrollt und Charlie fast trifft. Jemand ruft: „Schnitt. Das war gut.“ Und Charlie lacht und sagt: „Das war super!“]

J.J. Abrams: Das Drehen der Sequenz im Flugzeug, der einzigen echten Inneneinrichtung, die wir im Pilotfilm hatten, in der Sequenz muss das Flugzeug hunderte von Metern fallen und zu zerschmettern. Es war ein Flugzeug, das als Requisite gebaut war. Es bewegte sich nicht. Um herauszufinden, wie wir diese ganze Sequenz realistisch machen konnten, hatten wir wirklich tolle, hilfreiche Darsteller im Hintergrund, die Statisten der Szene, die sich auf Abruf in dem alten Star Trek-Modell bewegten. Wenn wir die Kamera bewegten, bewegten sie sich. Das haben wir oft gemacht.

Larry Fong: Wir haben in diesem Teil fast ausschließlich Steadicam verwendet. Es war nicht einfach ein Wackeln, es wurde etwas Organisches, wie in einem echten Flugzeug. [Flugzeugbewegung wird gezeigt.]

J.J. Abrams: Greg Lundsgaard, der Steadicam-Kameramann, wurde irgendwie selbst zum Darsteller. Er spielte mit dieser Kamera mit. Jede Bewegung, die das Flugzeug im Rumpf machte, wurde von Greg dargestellt. Er hat uns damit unglaublich geholfen. Ich liebe diese kleinen Schwankungen, nicht so sehr das große Rütteln. Er ließ mich also das Filmmagazin halten und schütteln, um dieses leichte Wackeln zu erzeugen. [Es wird gezeigt, wie J.J. das Magazin schüttelt, als die Schauspieler die Sauerstoffmasken aufsetzen.]

Evangeline Lilly: Ich habe also diese Handschellen an, und reckte und streckte mich, nach der Sauerstoffmaske, mir geht es darum, mich körperlich voll einzusetzen. Ich benutzte keine Werkzeuge, nur meine Fantasie. Ich lege also diese Handschellen an. [Szene, in der Kate nach der Maske greift wird gezeigt, ein Luftschlauch simuliert das Luftleck in der Kabine.] Am Abend schmerzten meine Handgelenke von den Handschellen. Es sind ja nicht nur die fünf Minuten, die man auf dem Bildschirm sieht. Es wird den ganzen Tag gedreht, die unterschiedlichsten Einstellungen. [Evangeline hält die Narben am Handgelenk in die Kamera.] Das sind die Hände, die den ganzen Tag mit Metall gekämpft haben. [Lacht] Und die Narben beweisen das. Meine Handgelenke sind doppelt so dick wie normalerweise. [Lacht]

Fredric Lehne: [Mit Kunstblut auf dem Kopf für seine Rolle als Edward Mars.] Ein Typ stand hinter der Kamera, mit einer Aktentasche. Sie ist groß und chromverkleidet. [Zeigt die Größe des Koffers mit den Händen] Es ist eine Imitation, Hartschaumgummi. 15 oder 20 Aufnahmen lang knallt er sie mir auf den Kopf. An meinem waren Schläuche befestigt und immer, wenn der Koffer auf meinen Kopf knallte, spritzte Blut heraus.

[Szene, in der ein Stuntman an einem Seil befestigt wird, um nach hinten gegen einen Greenscreen gezogen zu werden.]

Absturz FX.jpg

Ein Stuntman wird nach hinten in Richtung eines Greenscreens gezogen, der später durch den Riss im Rumpf ersetzt wird

J.J. Abrams: Wir wussten, das der hintere Teil des Flugzeuges abgerissen werden sollte. Wir bauen diese Aufnahme auf, mit Kate im Vordergrund. Der hintere Teil des Flugzeugs bricht ab, wobei wir fast ein Drittel des Flugzeuges durch ein computeranimiertes Flugzeug ersetzten. Und wir hatten mit Drahtseilen gesicherte Stundmänner und -frauen die herausgeschleudert wurden. Wir hatten riesige Ritter-Ventilatoren. Es war alles eine Illusion. Nichts bewegte sich. Und mit Spezialeffekte und Animationen und den Darstellern und Kameraleuten haben wir das geschafft.

[Komplette Szene mit FX wird gezeigt, in der der Rumpf bricht und die Passagiere nach hinten gezogen werden.]

[Ein Hawaiianer (Brother Franklin Pao, in Kahuna) wird gezeigt, wie er das Außenset in einer traditionellen Art und Sprache segnet. Weitere Außensets vom Cockpit-Wrack werden gezeigt.]

Bryan Burk: Heute haben wir einen besonderen Gast. Greg Gunberg, auch bekannt als Sean in Felicitiy, Weiss aus Alias, und Coz in The Catch wird unseren Piloten spielen.

Greg Grunberg: [Am Wrackset, mit Kunstblut] Ich bin ein sehr maskuliner Mann, ein harter Schauspieler, sie haben mich mit Makeup vollgeschmiert und wollten mich aus dem Flugzeug katapultieren, aber ich hatte was dagegen. Ich wollte, dass Jake das übernimmt. [Zeigt auf einen Stuntman] Das ist mein Zwillingsbruder. Da ist Jake. [Jake winkt von ganz oben zurück und sagt: „Eine gute Landung haben Sie hier gemacht, Captain.“ Greg lacht.] Es war so: ich bestellte einen Mai Tai, und die haben ihn stärker gemacht als normalerweise, und wir flogen ziellos herum. Und ich schaute aus dem Fenster … [Macht betrunkenen Lenkbewegungen, und winkt dann zum Wrack] wie das manchmal so ist. Dieser Baum sollte nicht dort stehen.

J.J. Abrams: Dieser Drehort gefiel mir sehr, mit dem Cockpit am Bau. Als ich zum ersten Mal ins Cockpit ging und darin herumkletterte, wurde mir übel. Mir wurde wirklich übel. Das lag daran, dass ich etwas sah, von dem ich wusste, dass es eben sein sollte, und es war so schief, dass mir übel wurde. Nicht nur das, es stank schrecklich darin.

Sarah Caplan: Der Berg und der Dschungel stinken, alles ist verrottet. Dieser unglaubliche Verwesungsgeruch verfolgte uns überall hin. [Lacht] Es war in den Fahrzeugen, in unseren Stiefeln und Kleidern.

[Am Set gibt J.J. Abrams Dominic Anweisungen darüber, seine Kapuze aufzulassen, damit Charlie Kate Angst einjagt.]

Dominic Monaghan: Ich war noch nie in Hawaii, war aber natürlich sehr interessiert an einigen Elementen von Hawaii. Zuerst das Surfen, das ist vor ca. 7 Jahren in Neuseeland gelernt habe. Ich wollte also sehr gern an einen Ort, der als das Mekka der Surfer gilt. Und auch die Wildnis. Ich bin ein großer Fan von Bäumen und Natur und Eidechsen und Käfern und so weiter. [Hält einen Grashüpfer in seiner Hand.] Das ist eine Katydid. Sie heißt Katydid, weil sie den Laut „katydid“ ausstößt. [Insekt fliegt davon] Es ist eine Laubheuschrecke.

Matthew Fox: Es hat eine Woche lang heftig geregnet in der ersten Drehwoche, das war intensiv.

Sarah Caplan: Es regnete 12 Tage lang, und ich glaube nicht, dass ich je irgendwo gedreht habe, wo es 12 Tage lang geregnet hat. Aber zum Glück gehörte das zu unserer Geschichte. Das war gut. Wir haben Regen gemacht, wir standen im Regen. Einmal wurden wir vom Set von einer Sturzflut förmlich weg gespült.

Jean Higgins: Als wir nach He’eia Kea kamen, für die Cockpitsequenz, wo sie den Piloten finden, kam eine Sturzflut den Hügel hinunter. Die Kamerataschen wurden buchstäblich weggeschwemmt.

Sarah Caplan: Die Lampen mitsamt den Vorschaltgeräten wurden in eine Kiste geworfen. Die Leute rannten davon und warfen einfach alles in eine Box, die vom Regen aber schon voll mit Wasser war. Als wir morgens zurück kamen und nicht wussten, ob wir drehen können würden, packten die Beleuchter und Elektriker die Lampen aus, sahen die durchnässten Vorschaltgeräte an und sagten - ach je [Techniker gucken auf die Kabel] der Beleuchter sagte: „in Minnesota könnten wir jetzt diese großen Heizgeräte einsetzen, an denen Fußballspieler sich aufwärmen.“ Und er meinte: „Die sind wie Wäschetrockner.“ Und dann sagte er: „Wie Föhne.“ Kevin Blank stand in meiner Nähe, und ich sagte, „Hast du eine Kreditkarte dabei?“ Er sagte: „Ja.“ Ich sagte: „Geh zu dem Lieferwagen dort drüben, lass dich nach Longs fahren und kauf so viele Föhne wie du finden kannst.“ Er hetzte also los und kam zurück, sie steckten die Föhne auf C-Ständer [Techniker werden gezeigt, wie sie mit Fönen das Equipment trocknen] und trockneten die Vorschaltgeräte. Und es funktionierte, innerhalb von zwei Stunden konnten wir drehen.

[Geflutetes Außenset mit Matthew Fox, Evangeline Lilly, Dominic Monaghan und der Produktionsmannschaft wird gezeigt.]

Jean Higgins: Wir hatten alle kniehohe Stiefel an. Das Wasser und der Schlamm drangen in unsere Stiefel, und schwappte darin herum, aber wir drehten weiter. Und gleichzeitig machten wir noch Regen, denn es wurde heller und wir brauchten das gleiche Licht. Obwohl es möglicherweise regnen würde, benutzten wir die Feuerwehrschläuche und Regentürme.

Matthew Fox: In Hawaii regnet es viel im Winter, und das ist wunderbar für die Show. Aber wir ehrlich gesagt, jede große Regensequenz im Dschungel, und wir haben viele gemacht, ich habe viele gemacht, ist brutal für die Crew. Sie sind schwierig für die Darsteller. Es ist kalt, es ist schlammig. Weil wir nicht nur natürlichen Regen dafür verwenden. Wir arbeiten mit Feuerwehrschläuchen und so. Aber sie sehen wirklich gut aus. Sie sehen verblüffend aus.

Larry Fong: Es ist schwer, Lampen an abgelegene Orte wie den Dschungel zu bringen. Wir schleppten so viele Lampen wie möglich an, zum Aufhellen. Aber wir nutzten das natürliche Licht, so gut es ging. [Kate rennt durch den nassen Dschungel, verfolgt von einem Kamerawagen.] Es gab nicht viel her, wegen des Wetters. Wir verwendeten den empfindlichsten Film die empfindlichsten Linsen, und hatten immer noch kaum genug Licht, zum Drehen, selbst tagsüber.

J.J. Abrams: Die Aufnahme, in der die drei wegrennen? Es wäre lustig gewesen, weil sie nicht gerannt sind. Sie standen an einem Platz und machten so [macht Armbewegungen] drei auf einmal, und wir wackelten an der Kamera. Es sieht aus, als würden sie rennen, unglaublich.

Bryan Burk: Jack, Kate und Charlie flohen aus dem Cockpit und vor dem Ding. Und er wollte eine Nahaufnahme von ihren Gesichtern, in der sie entsetzt aussahen und gejagt. Aber es ist schwierig, besonders im Dschungel und im Schlamm, die Schärfe zu halten, während sie rennen und eine ganz nahe Aufnahme zu machen. Er richtete also die Kamera ganz nah auf ihre Gesichter ein und ließ sie auf der Stelle rennen. Sie schrieen und liefen und schauten dabei zurück und so wirkten sie tatsächlich total entsetzt und verängstigt. Und die Kamera wackelte, damit die Illusion entstand, dass sie rannten, obwohl sie auf der Stelle traten. [Nahaufnahmen vom Rennen werden gezeigt.]

[J.J. Abrams demonstriert die Technik vor der wackelnden Kamera, er tut so als würde er in einer dämlichen Art joggen (ein anderes Crewmitglied albert im Hintergrund rum). Schnitt zu einer anderen Szene mit den drei Castmitgliedern, jemand ruft im Hintergrund „Wolken und Regen!“ dann fragt Charlie „Hey Leute, ist das normal? Ich meine, dass der Tag zur Nacht wird? Und diese Regenflut? Dieses Weltuntergangswetter?“]

Regen mit Schläuchen.jpg

Feuerwehrschläuche besprühen die Schauspieler mit „Regen“, während sie von einem Kamerawagen verfolgt werden.

Dominic Monaghan: Foxy, Evie und ich kamen uns beim Drehen der Szenen, in denen Charlie, Kate und Jack losziehen und dem Empfänger aus dem Cockpit holen, sehr nahe. Weil es einen Art Feuerprobe war. Wir verbrachten etwa 7 Tage mitten im Dschungel mit drei Feuerwehrschläuchen, die uns direkt ins Gesicht sprühten, um diese Regenflut zu schaffen, dieses Weltuntergangswetter. [Die beschriebene Szene mit Schauspielern] Wir kamen uns sehr nahe, und dann war es merkwürdig, dass wir im Anschluss die Szene mit dem Eisbären drehten, der aus den Bäumen kam, was die Einführung von Maggie und Ian und Josh und Naveen war. [Szene mit dem toten Eisbär und der Gruppe, die drumherum steht. Boone fragt „Meint ihr, er hat den Piloten getötet?“ und Charlie sagt „Nein. Nein, der hier ist eine winzige Version von dem anderen.“]

Ian Somerhalder: Wo der Eisbär war, das war eine Kokosnussplantage. Ein total surrealer Ort. Tausende von Kokosnussbäumen, perfekt in einer Linie gepflanzt. Alles darunter ist ruhig und still.

J.J. Abrams: Viele Darsteller trafen sich da zum ersten Mal zum Arbeiten. Wir kamen alle zusammen und probten die Szene. Es war faszinierend zu sehen, wie sich die Darsteller trafen und herausfanden, wer sie waren, nicht nur was ihre Rollen waren, sondern was sie füreinander waren. [Naveen Andrews und Josh Holloway proben die Rolle Sayid, „Du hast bei einem US-Marschall ein Gewehr gefunden, glaube ich. Du wusstest, dass es existierte, weil er dich zurück in die Staaten brachte.“]

Naveen Andrews: Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, wie es sich entwickeln würde, wohin die Figur sich entwickeln würde. [Szene im Irak mit Sayid und Nadia] Zum Beispiel, jetzt wissen wir, dass die Figur romantisch ist, fast schon heroisch. Zu jener Zeit schien sein Beitrag zur Gruppe aus seinem technischen Wissen zu bestehen.

Evangeline Lilly: Ich baute gewissermaßen darauf, dass die Entwicklung des Films mir ?klar machen würde, wie ich Kate einschätzen musste und wer sie ist und wo sie herkommt, weil wir so oft im Dunkeln tappen. Ich bin mir nicht sicher, wie alt sie ist. Sie sagen es mir nicht. Ich weiß nichts, bis wir das Drehbuch bekommen, worin es dann geschrieben steht.

Ian Somerhalder: Es war schwer am Anfang, als wir nicht viele Szenen drehten, weil sich die Geschichte noch nicht so weit entwickelt hatte. Es war wirklich schwer. Meine Episode wurde erst vor einem Monat gedreht. Von Juli bis November war ich verrückt. [Noch einmal die Szene mit Boone und dem Eisbär.]

Dominic Monaghan: Ich wollte wirklich dies Idee einer seltsamen Insel von Dr. Moreau ausbauen, diese Art Vorahnung, dass die Insel selbst eine Figur im Film ist, und dass sie einem immer über die Schulter schaut. Ich habe das Gefühl, dass es auf der Insel nicht mit normalen Dingen zugeht, dass die Insel sich auf gewisse Weise in Leute einfühlen kann und Gefühle aus ihnen herausholt, die sie sonst vielleicht verstecken.

Jesse Alexander: Wo sie sind und was die Insel ist, darüber haben wir gesprochen, davon brauchten wir eine klare Vorstellung in unseren Köpfen. Und J.J mag großartige Ideen, denen er dann genau die Form geben kann, der er für richtig hält. Welche Bücher lesen sie, worauf beziehen sie sich, solche Sachen kommen oft in dem Augenblick heraus, während man über die Sache spricht und enthüllen etwas von dem größeren Geheimnis in unseren Köpfen. Sie dienen der künstlerischen Freiheit und zeigen, wie die Ideen beleuchtet werden.

[Wieder die Szene mit dem Eisbär, diesmal streiten Sayid und Sawyer sich.]

Eisbärpuppe.jpg

Der für die Requisiten Verantwortliche steht neben der Eisbärpuppe.

Josh Holloway: Am ersten Arbeitstag komme ich an und wir drehen gleich die größte Dialogszene des gesamten Pilotfilms für meine Rolle. Ich sage: „Toll. Direkt ins Feuer. Dann mal los.“ Ich hatte mich ohne Akzent vorbereitet. Ich spreche meine Rolle und J.J. kommt nach der Hälfte des Tages zu mir und sagte: „Deine Arbeit ist gut, aber es hört sich so an, als ob du versuchst, ohne Akzent zu sprechen.“ Ich antworte: „Ja! Natürlich! Und funktioniert es?“ Und er sagt: „Nein, du sollst doch gar nicht nicht ohne Akzent sprechen! Das wollten wir, bevor wir dich gebucht haben. Du bist Südländer. Lass es raus!“ Und das hat mich befreit. [Szene von Sawyer, der den Eisbären erschießt]

Jean Higgins: Ursprünglich sollen wir den Eisbären nicht sehr viel zu Gesicht bekommen. Sawyer sollte ihn erschießen, und dann sollte er da liegen. Der Special-Effekt-Typ baute ihm einen Blasebalg ein. Damit wir sehen, wie er zum letzten Mal atmet und dann stirbt. Und das Problem war, woher hatten wir das Gewehr? Und dann wollte J.J, dass der Eisbär sie jagt, aber der Eisbär bewegte sich nicht richtig. [Eisbärrequisit wird gezeigt.] Es war keine richtige Attrappe also dachten wir über Bärenkostüme nach. Dann dachten wir, dass wir einfach nur hohes Gras brauchten. J.J. sagt, „Wir könnten Grasbüschel wackeln lassen.“ Wir ließen also per Luftdruck Grasbüschel wackeln als „der Bär“, der durchs hohe Gras kommt.

Blank Bärenbeine.jpg

Kevin Blank rennt mit Bärenbeinen durchs Unterholz.

Kevin Blank: Dann wollten wir doch lieber einen Eisbären und fragten: „Kömmt Ihr eine Eisbär-Animation am Computer machen?“ Und wir sagen: „Natürlich.“ [FX malen Speichel an das Maul des Bären, dann eine Szene in der ein dreckiges, weißes, pelziges Kissen in Richtung Kamera geschleudert wird.] Aber realistisch gesehen wollte J.J. wollte keine Computeranimation. [Storyboard wird gezeigt] Er wollte, dass sich kleine Teil vom Pelz bewegen oder Beinbewegungen [J.J. Abrams untersucht das Eisbärenkostüm] und so baute sie eine Puppe. Dann sagten sie: „Jemand muss durch den Dschungel rennen.“ [Kevin Blank sitzt mit pelzigen Eisbärbeinen] Wir fragten. „Und wer soll das tun?“ Mitten in der Sitzung hob ich die Hand. Sie schnallten mir ein Eisbärmaul an, wir gingen zu dieser Grünfläche und ich hüpfte durch den Dschungel und versuchte, mich wie ein Vierbeiner zu bewegen, denn alles, was man im Film sehen würde, waren die Beine. Ich war der Eisbär, der durch den Dschungel rennt. [Lacht. Szene, in der Kevin Blank wie ein Verrückter mit pelzigen Beinen durch das hohe Gras hoppelt, wird gezeigt.]

Bärenabschuss angehalten.jpg

Die schlecht gemachten Bärenrequisite wird mit einem Luftdruckkolben in die Luft katapultiert und wird in ersten Werbespots auf ABC gesendet.

Jean Higgins: Und dann entschied J.J, dass der Bär angreifen sollte. Also versuchten wir es mit dem Luftdruckkolben. [Szene, in der ein offensichtlich nicht animierter und plüschiger Bär in Richtung Sawyer katapultiert wird. Jean Higgins lacht.] Es funktionierte nicht.

J.J. Abrams: Kevin Blank sagte: „Für den Sprung machen wir eine Computeranimation.“ Ich sagte: „Ich verspreche euch, in diesem Film wird es keinen Eisbären aus dem Computer geben.“ Und dann gab es doch einen. Wir machten die Sprünge mit dem Eisbären ein paar Mal, so dämlich sie auch waren, sie funktionierten. Aber weil man jetzt Bilder stoppen kann… Das haben sie in den ersten Werbespots von ABC gesendet. Sie sendeten das Rohmaterial und man sieht, wie der Bär springt. Wenn man es stoppt, sieht es dämlich aus. [Angehaltenes Bild von einer plüschigen, unecht aussehenden Bärenrequisite in der Luft.] Es ist lächerlich. Es ist ein dummes, doofes Ding, das wie eine Puppe aussieht. Es könnte nicht weniger Furcht erregend sein. Es ist peinlich. [Luftdruckkolben schleudert den Bären noch einmal in die Luft.] Kevin Blank zeigte mir also, dass jemand es vom Fernseher aufgenommen und als Foto im Internet veröffentlicht hatte, was den Film lächerlich machte, bevor er überhaupt gesendet wurde. Er sagte: „Das können wir besser.“ Und das stimmte. Wenn man die DVD stoppt, kann man die Bilder sehen, auf denen der Bär springt, und es sieht Furcht erregend aus. [Überzeugendere Szene mit einem verschwommenen CGI-Bär] Deshalb haben wir nicht diesen großen, flauschigen Bären verwendet. Es war Kevin Blank.

CG-Bär.jpg

Der stark verbesserte CGI-Bär, der später in der Szene gezeigt wird.

Kevin Blank: Meine Anmerkungen an den Künstler, John Teska von Eden FX, war: „Mehr Gras, nur ein bisschen Bär.“ Aber es sah so gut aus, dass ich es unbedingt J.J. zeigen musste. Und es schien ihm zu gefallen. Dann probierten wir verschiedene Versionen. Wollten wir wirklich im Bild gleich alles verraten? Er wollte ja, dass der Satz: „Das ist ein Eisbär!“ dramatisch wirkte. Dann will man nicht vorher schon erkennen, dass es ein Eisbär ist, weil das den Augenblick der Erkenntnis schmälern würde. Letztendlich schien er das zu akzeptieren, was wir machten.

J.J. Abrams: Eine der zahlreichen guten Eigenschaften von Kevin Blank ist Spontaneität und die Fähigkeit, schnell zu denken. [Szene, in der Charlie, Kate und Sawyer klettern.] Wir haben heute hier eine Aufnahme entworfen, diese Bluescreen-Aufnahme, die es uns erlauben würde, unsere Figuren auf der Felswand ganz weit dort drüben klettern zu lassen. [Zeigt in eine andere Richtung] Wir tun es also, obwohl man normalerweise viel Zeit mit der Planung und Vorbereitung verbringen sollte. Wir dachten: „Das ist cool“, also machen wir es. [geteilte Kletterszene, endgültige Szene und Produktion] So ist die Crew. Verrückt und unglaublich talentiert.

[Erste chaotische Szene aus dem Pilotfilm, in der Jack durch das Absturzwrack geht und Michael „Walt! Walt!“ ruft.]

Harold Perrineau: Als wir den Pilotfilm drehten, fand meine Rolle nur hier statt. Später traf ich die anderen Darsteller und wir waren dort alle zusammen. Wir kamen hier an und sahen das Flugzeug am Strand und wir dachten: „Du lieber Gott. Das ist erstaunlich. Das ist echt!.“

[Szene, in der Shannon am Strand schreit.]

Maggie Grace: Heute werden wir lernen, wie man mit Stilettos im Sand rennt. [Hält goldene Schlingen-High Heels hoch] Das sind ganz besondere Stilettos. Damit könnte man jemanden umbringen.

J.J. Abrams: Wir hatten fünf Tage für die Eröffnungsszene am Strand. [Laufende Turbine wird gezeigt] Obwohl das Flugzeug abgestürzt war, war es ein sterbendes Monster und lebte immer noch. [Jack wird gezeigt, im Hintergrund der schwankende Flügel des Flugzeugs]

Daniel Dae Kim: Ich hatte noch nie ein so aufwändiges Filmset gesehen. Es war leicht, mich in die Situation hinein zu versetzen. Ich war von Ehrfurcht ergriffen.

J.J. Abrams: Wir wollten, dass, wenn man hinunter aufs Flugzeug schaute, der Blick wandern sollte, bis er sich am zerstörten Flügel verfangen würde.

Emilie de Ravin: Es ist ein echtes Flugzeug, das absichtlich so aussehen sollte. Alles war echt, jede Explosion ist passiert.

Jon Sakata: Ich bin der Typ unten links in der Ecke, der zurückgeschleudert wird. [Explosion mit dem Stuntman in der Ecke wird gezeigt.]

Emilie de Ravin: Der Flügel durfte nur einmal fallen. Es musste beim ersten Mal klappen.

[Actionszene, in der Jack und Hurley Claire aus dem Weg schaffen, kurz bevor der Flügel runterfällt und explodiert.]

Matthew Fox: Motoren brennen, Leute schreien, überall ist Rauch, Sachen fallen aus der Luft und es passiert so viel, man muss wirklich aufpassen.

[Szene, in der ein Kran ein großes Teil einer brennenden Turbine anhebt und dann fallen lässt, wird gezeigt, die Turbine landet nur wenige Meter neben Dominic Monaghan.]

Larry Fong: Von Anfang an wollte J.J, dass die Show sehr echt wirkt. Sehr filmisch. Das ist in gewisser Weise eine Herausforderung manchmal ist es schwerer, etwas echt und unbeleuchtet aussehen zu lassen und, weißt du, fast dokumentarisch.

J.J. Abrams: Wir hatten diese Idee, dass jemand eingeklemmt ist unter einem Flugzeugteil, und dass Jack dann der Held sein kann und ihn rettet. Aber dadurch wären einige Figuren in einer Situation in der Nähe des Motors gewesen. Du glaubst, dass es darum geht, dass Jack ein Held ist, aber es geht um den Aufbau des riesigen Motors. Wenn man ihn laufen sieht, weiß man, dass jemand hineingezogen werden kann.

Gregg Smrz: Wir testen unsere Montur vor der Kamera, und alle schauen zu. Wir haben es neulich geprobt und jetzt testen wir es, um sicher zu gehen, dass alles gleich ist, weil es sich manchmal ändert. [Hinter ihm wird ein Stuntman vor einer ausgehöhlten Turbine in ein Geschirr gespannt.] Und er rennt in die Kamera, und im Skript schreit jemand, dass er anhalten soll. Und er stoppt vor dem Motor und der Motor geht an und saugt ihn hinein.

Turbinenmann wird eingesaugt.jpg

Der Turbinenmann ist in einem Geschirr befestigt, und wird durch eine leere Hülle gezogen; CGI-Flügel werden später zugefügt.

Frank Torres: Das ist der Motor, in den ich heute hineingesaugt werde. [Ausgehöhlte Motorhülle ohne Flügel wird gezeigt, dann wird er angeschirrt und von einem Seil reingezogen] Wir haben hier also ein Gesperrsystem. Ich trage hier drunter einen Gürtel. Hier sieht man ihn. [Hebt sein Shirt hoch, um das Geschirr zu zeigen.] Macht mich einfach in der Mitte meines Rückens fest und dann hier durch da hinüber. [Zeigt in die ausgehöhlte Hülle, dann auf zwei Personen.] Dane und Jack bedienen das System. Alles dürfte gut laufen.

[FX Person sitzt in der Hülle und sagt „Wir entfernen dieses ganze Stück und bauen den Motor komplett in CG nach und sprengen das in die Luft.“ Szene, in der Locke versucht, den Mann von der Turbine wegzuwinken versucht, bevor er eingesaugt wird und der Motor explodiert.]

Terry O'Quinn: Das war dramatisch, als der Typ in den Motor gesaugt wurde. Ich war erstaunt, dass wir Fernsehen machten und dass so etwas dabei ins Spiel kam. Aber zu der Zeit kannte ich Locke’s Geschichte nicht. Ich wusste damals noch nicht, dass ich im Rollstuhl sitzen würde. Da haben sie sich ziemlich bedeckt gehalten. Als ich helfen wollte, wusste ich nicht, dass ich kurz zuvor gelähmt war.

J.J. Abrams: Ich wollte nicht, dass es grausam ist. Ich wollte, dass es Furcht erregend und schockierend ist, aber nicht, dass es die Leute anwidert. Ich wollte als, dass gar kein Rot vorkam. Das Flugzeug hatte also nie Rot im Logo. Niemand hatte rote Kleidung an. Weil, mit dem ganzen Blut überall, wie es in Wirklichkeit wohl wäre, würde es wie ein Massaker aussehen. Das wäre untragbar für mich, und die Leute würden abschalten. Ich wollte, dass es schockierend ist, wenn man Blut sieht. Wenn die Leute unter den Landeteilen hervorgezogen werden, und man das Blut am Bein sieht, reagiert man auf dieses Blut. [Blutiges Bein wird gezeigt] Wenn wir realistisch gewesen wären und überall Blut hätten, hätte es keine Wirkung, Blut am Bein zu sehen.

Mary Jo Markey: Die 22 Minuten lange Eröffnung des ersten Aktes dieser Absturzsequenz, als Cutterin versuche ich, mich in meine Arbeit einzufühlen. Ich versuche, mich in die Figur hineinzuversetzen, mir vorzustellen, was die Figur fühlt, und dann von dort aus arbeiten. Wie kommuniziere ich also am besten, was diese Figur empfindet? [Cutterin, die vor mehreren Computerbildschirmen sitzt, wird gezeigt.] Das Filmmaterial des Absturzes war grauenvoll. Mir kamen die Tränen, als ich damit arbeitete. Es war so intensiv.

Stephen McPherson [Ausführender bei ABC]: Als es herauskam, waren wir ganz aus dem Häuschen. Wir waren alle wahnsinnig stolz, an einem solchen Pilotprojekt als Studio mitzuwirken, als Sender, wir sagten, schau dir diese Arbeit an, es ist ein verheerender Film.

Dominic Monaghan: Es war wie ein Film. Ich bin schon so lange in der Filmindustrie, dass ich verwirrt war und dachte, dass wir einen Film drehten. Und der filmische Umfang… ich dachte zu dem Zeitpunkt, dass ABC sagen würde, „Geben wir es im Kino als Film frei.“ Es war großartig und ehrgeizig.

Michael Giacchino: Was ich erreichen wollte, war, es sollte ein behagliches Element geben, etwas, was eine Art Zu Hause darstellen sollte, aber umgeben von diesem sehr esoterischen, seltsamen, unangenehmen Geräusch. [Tonstudio wird gezeigt] Ich versuchte, mir die Instrumente vorzustellen, die wir einsetzen könnten. Wir machten das live. Es gibt ein Live-Orchester. Und ich wollte einen ganz anderen Ton für diese Show haben. Ich wollte nicht, dass es wie in jeder beliebigen Show klingt. Es sollte anders sein. Ich begann, über das Ensemble nachzudenken. Wir wussten, dass wir Streichinstrumente wollten. Streichinstrumente sind sehr vielfältig, sie vermitteln Sanftheit, Schönes, oder sie können entsetzlich und Furcht erregend sein. [Harfe und Violine werden gezeigt] Das sind also gute Werkzeuge. Was nehmen wir noch dazu? Und ich dachte, wie wär’s mit seltsamen Schlaginstrumenten? Und der erste Gedanke war, „OK; sie sind in einem Dschungel.“ „Nein, wir wollen keine Dschungel-Trommeln, wir wollen etwas Seltsames.“ Wir transportierten also Teile des Flugzeuges nach Hause.

Bryan Burk: Während wir drehten, hatte J.J. besonders betont, dass wir Teile des Flugzeuges aufheben und Michael mitbringen sollten, damit er es für Klänge verwenden kann. Nach der Produktion ging ich durch das Wrack und nahm einige gute Stücke mit, wenn man das bei einem Wrack sagen kann. Wir transportierten es in einem Kasten, und als wir zum Studio zurück kamen, bearbeitete Michael es und verwendete es als Schlaginstrument. [Hängende Wrackteile sind zu sehen und ein Mann schlägt mit Stöcken darauf.] Wir verwendeten es in der Show als Schlagzeug. Der Typ spielt mit den Flugzeugteilen. [Merkwürdiges Metallgestell wird gezeigt] Wir haben ein Angklung, normalerweise ein Holzinstrument, aber wir haben eins, das aus Metall besteht. Das verwenden wir. Es hat einen einzigartigen Klang. Wir verwenden ein Klavierbrett, das aus einem Klavier entnommen wurde. Es ist im Grunde genommen das Innere eines Klaviers. Und wir trommeln auf allen möglichen seltsamen Gegenständen herum. Es geht darum, diese konventionellen Instrumente so zu verwenden, wie man es normalerweise nicht tut. [Szene, in der Jack rausschwimmt, um Joanna zu retten, wird gezeigt, im Hintergrund sind Geräusche zu hören, die wehtun.]

[Schnitt zu der Szene, in der die Überlebenden über das Monster sprechen.]

Dominic Monaghan: Mit dem Monster gingen wir ganz raffiniert um. Es war kein Buhmann. Es war etwas, das wirklich Angst einflößte.

[Die Überlebenden stehen vor einem Bluescreen und Monstergeräusche sind zu hören.]

J.J. Abrams: Als Damon und ich die Show erfanden, war der Grund dafür, den ersten Akt mit dem Monster zu beenden, dass wir von Anfang an klar machen wollten: „So eine Art Show ist das.“

Jesse Alexander: Wir brauchten diese externe Kraft, die so überwältigend war und offenbar unschlagbar für unsere Figuren, dass sie angesichts dessen zusammenkommen konnten. Es war eine Herausforderung und eine Bedrohung, die sie zwingen würde, sich zusammenzuraufen, wo sie sich sonst nicht nahe gekommen wären.

[In Töpfe gepflanzte Büsche vor einem Bluescreen werden gezeigt.]

FX Person: Was wir hier machen, ist wir fotografieren die Spitze von Bambusbäumen vor einem Bluescreen, und werden verschiedene Größen filmen, damit wir beliebig einen Dschungel aufbauen können, von kontrollierten Stücken, die im Wind brechen und davon wehen und durch unterschiedliche Lichtverhältnisse können wir den Dschungel herstellen, vor dem sie stehen. Wenn dieses große Ungetüm durch den Dschungel kommt, können wir unsere Stücke verwenden, die brechen, um einen Pfad für das Ding zu schaffen.

[J.J. Abrams führt bei der Nachtszene, in der die Überlebenden in Richtung Dschungel gucken und das Monster beobachten, wie es hindurch geht, Regie. Er klatscht, als er zur letzten Szene sagt „Ich glaube, das ist das Ende.“ Jorge Garcia rennt spontan ins Wasser am Strand.]

Jorge Garcia: Der letzte Tag, die letzte Szene, der letzte Drehtag des Pilotfilms, kaum hatte er „Schnitt“ gesagt, war es das, das war das Ende. Ich rannte an den Strand und sprang einfach ins Wasser. Ein symbolischer Moment des Triumphes.

Damon Lindelof: Es war nicht der leichteste Dreh, das Wetter war manchmal schwierig. Aber die Crew war erstaunlich, die Darsteller waren erstaunlich. Die Einstellung aller war erstaunlich. Es ist komplett abgedreht, das ganze Drehbuch. Es ist unglaublich. Es ist der Traum jedes Autors.

[J.J. Abrams hält Boxershorts in die Luft und sagt „Wir verbrennen die Shorts.“]

JJs Shorts.jpg

J.J.s berüchtige „Schlechtwetter-Shorts“

J.J. Abrams: Wir hatten oft schlechtes Wetter, aber man gab fast immer meinen Shorts die Schuld.

Jean Higgins: Wir entschieden, dass die Shorts von J.J. verhext waren. Ich muss euch sagen, Gott schütze J.J., aber das waren wirklich hässliche Shorts. [Lacht] Sie wurden überflüssig.

J.J. Abrams: In der Mitte der Dreharbeiten habe ich sie nicht mehr angezogen, und wir hatten gutes Wetter.

[J.J. Abrams hält die Shorts am letzten Abend hoch und sagt „Wir hatten den Segen am Anfang der Dreharbeiten. Das ist ein umgekehrter Segen. Auf die Götter für so erfolgreiche Dreharbeiten. Die Verbrennung meiner hässlichen Shorts.“]

J.J. Abrams: Am letzen Drehtag hatten wir in einer ziemlich düsteren Zeremonie die Shorts verbrannt und die Schlechtwetterdämonen ließen uns in Ruhe. [Zündet die Shorts an und dankt Crew und Cast, alle klatschen]

Malcolm David Kelley: [Am Set] Wir machten Schluss, es waren gute Darsteller, und wir werden wiederkommen. [Zeigt auf die Kamera] Glaubt mir.

Dominic Monaghan: Ich glaube nicht, dass ich realisiere, dass es vorbei ist, bis ich in L.A. bin und zwei oder drei Tage geschlafen habe, und ich merke, dass ich nicht aufstehen und etwas tun muss. Aber wenn die Show läuft, sind wir wieder da und machen weiter.

Emilie de Ravin: Ich habe viele Freundschaften geschlossen, auf jeden Fall. Und an so einem schönen Ort zu drehen, mit so einem wunderbaren Filmset, das fand ich sehr aufregend. Es ist auch aufregend, das Ganze als fertiges Stück zu sehen.

Josh Holloway: Ich habe noch nie etwas so Erfüllendes getan, was Arbeit angeht. Einfach die Arbeit mit dieser Art von Leuten und diesen Darstellern, so talentierte Darsteller…

Sarah Caplan: Es war eine erstaunliche Erfahrung. Und das Ganze ist überraschend, weil es vor drei Monaten, auf den Tag genau, begann, als Damon J.J. traf. Es ist unglaublich schnell passiert.

Matthew Fox: Es ist die erstaunlichste Erfahrung, die ich je auf jeder Ebene gemacht habe. Ich bin sehr stolz, dabei zu sein.

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