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Wissenschaft gegen Glaube ist ein wichtiges wiederkehrendes Thema bei Lost. Insbesondere betrifft dies die einzigartigen Eigenschaften der Insel und den andauernden Konflikt zwischen zwei der Hauptprotagonisten - Jack Shephard, dem „Mann der Wissenschaft“, und John Locke, dem „Mann des Glaubens“.

Locke: „[...] Und genau deswegen sehen du und ich nicht immer das Gleiche, Jack. Weil du ein Mann der Wissenschaft bist.“

Jack: „Ja. Und was bist du dann?“

Locke: „Was ich bin? Ich bin ein Mann des Glaubens. Glaubst du wirklich, das alles nur ein Unfall war? Dass wir, eine Gruppe Fremder, überleben, viele von uns nur mit leichten Verletzungen? Glaubst du, dass uns nur der Zufall hierher gebracht hat? Ausgerechnet auf diese Insel? Wir wurden hergebracht, und zwar mit Absicht, aus einem Grund – jeder von uns. Jeder einzelne ist aus einem bestimmten Grund hier.“ -- („Exodus, Teil 3“)


Zitat von Carlton CuseBearbeiten

„I think the question strikes right at the core of the central theme of the show. Jack represents the empiricist camp, and Locke represents the faith camp, and, you know, who is right? Well, the show hasn't fully answered that question yet. [...] But we're always trying to skirt that line between the two possible explanations, the scientific one or a mythical and magical one, and we are purposefully ambiguous about which one might be correct. Obviously, certain things fall into the science category and certain things fall more into the mystical category, and that just sort of depends on what story we're telling that week.“ -- Carlton Cuse [1]

„Ich denke die Frage trifft genau den Kern des zentralen Themas der Sendung. Jack repräsentiert das empirische Lager und Locke repräsentiert das Glaubenslager und, naja, wer hat Recht? Nun, die Sendung hat diese Frage noch nicht vollständig beantwortet. [...] Aber wir versuchen immer die Grenze zwischen den beiden möglichen Erklärungen, der wissenschaftlichen und der mythischen oder magischen, zu formen und wir lassen es absichtlich im Unklaren, welche davon richtig sein könnte. Offensichtlich fallen einige Dinge in die wissenschaftliche und andere in die mystische Kategorie und das hängt einfach irgendwie von der Geschichte ab, die wir in der jeweiligen Woche erzählen.“ -- Carlton Cuse [2]


Vorkommnisse bei LostBearbeiten

Staffel 1Bearbeiten

  • Locke hindert Sayid daran, den Ursprung des französischen Notrufs durch Triangulation zu ermitteln, indem er ihn hinterrücks niederschlägt. („Der Nachtfalter“)
    • Auch wenn dies viel mehr durch den Umstand begründet sein dürfte, dass Locke die Insel nicht verlassen will, weil er Angst hat, wieder auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein, ist dies weiterhin ein Konflikt zwischen einem Mann des Glaubens (Locke) und einem Mann, der Wissenschaft anwendet (Sayid).
  • Locke verzichtet auf seinen Kompass und gibt ihn Sayid mit den Worten („Gefühl und Verstand“):

Locke: „Hier, vielleicht hilft Ihnen der weiter.“

Sayid: „Brauchen Sie den nicht?“

Locke: „Nicht mehr.“ -- („Gefühl und Verstand“)

  • Locke glaubt, dass es seine Bestimmung ist, dem Monster zu folgen, aber Jack und Kate halten ihn davon ab und vertreiben das Monster mit Dynamit, bevor es Locke in ein Loch ziehen kann. In einem Gespräch unmittelbar nach diesem Vorfall wird die Differenz sehr deutlich („Exodus, Teil 3“):

Jack: „Dieses Ding war dabei, dich runterzuziehen und ich sollte dich loslassen?!“

Locke: „Es hätte mich nicht verletzt.“

Jack: „Nein, John, es hätte dich getötet.“

Locke: „Das wage ich zu bezweifeln.“

Jack: „Du musst mir -- Du musst mir bitte erklären, was zum Teufel in deinem Kopf vorgeht, John. Du musst mir erklären, wieso du glaubst, dass dieses Ding dich nicht getötet hätte.“

Locke: „Ich glaube, dass ich getestet wurde.“

Jack: „Getestet?“

Locke: „Ja. Getestet. Und genau deswegen sehen du und ich nicht immer das Gleiche, Jack. Weil du ein Mann der Wissenschaft bist.“

Jack: „Ja. Und was bist du dann?“

Locke: „Was ich bin? Ich bin ein Mann des Glaubens. Glaubst du wirklich, das alles nur ein Unfall war? Dass wir, eine Gruppe Fremder, überleben, viele von uns nur mit leichten Verletzungen? Glaubst du, dass uns nur der Zufall hierher gebracht hat? Ausgerechnet auf diese Insel? Wir wurden hergebracht, und zwar mit Absicht, aus einem Grund – jeder von uns. Jeder einzelne ist aus einem bestimmten Grund hier.“

Jack: „Hergebracht. Wer hat uns hergebracht, John?“

Locke: „Die Insel. Die Insel hat uns hergebracht. [Jack fällt es sichtlich schwer, Locke zuzuhören] Das hier ist kein normaler Ort. Das hast du gemerkt. Das weiß ich. Die Insel hat auch dich ausgesucht, Jack. Das ist das Schicksal.“ -- („Exodus, Teil 3“)


Staffel 2Bearbeiten

  • Die erste Episode trägt den Titel „Glaube und Wissenschaft“ und befasst sich unmittelbar mit dem Problem "Wissenschaft gegen Glaube". Die Produzenten haben darauf hingewiesen, dass sich der Titel im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Annahme nicht auf den Konflikt zwischen Jack und Locke sondern auf den inneren Konflikt von Jack bezieht: Er will Sarah um jeden Preis „wieder hinkriegen“, auch wenn die Aussichten für eine Genesung äußerst gering sind, obwohl er eigentlich ein Mann der Wissenschaft ist. Entgegen aller Erwartungen kann Sarah nach der Operation auch tatsächlich wieder gehen.
  • Rose kommt auf der Insel zu dem Schluss, dass die heilende Wirkung ihren Krebs geheilt hat, obwohl sie vor dem Absturz nicht an fragwürdige Heilungsmethoden, wie sie zum Beispiel von Isaac von Uluru praktiziert werden, glaubt. („S.O.S.“)
  • In der gesamten 2. Staffel ist das Drücken der Taste in der Schwan-Station Grundlage für verschiedene Konflikte von Wissenschaft und Glaube:
    • Als Jack und Locke von der Taste erfahren und den Orientierungsfilm sehen, ist Locke sofort von der Wichtigkeit des Vorgangs überzeugt, während Jack sehr skeptisch ist und glaubt, dass es sich nur um ein psychologisches Experiment handelt. Er konfrontiert Desmond, der ebenfalls an die Wichtigkeit glaubt und es entsteht folgender Dialog („Orientierung“):

Jack: „[...] Hast du jemals darüber nachgedacht, dass sie dich vielleicht nur deswegen auf die Taste drücken lassen, um zu sehen, ob du es auch tust? Dass das alles, der Computer, die Taste, dass das nur ein Gedankenspiel ist, ein Experiment.“

Desmond: „Ich habe jeden einzelnen Tag darüber nachgedacht und für unser aller Wohl... ich hoffe, dass es nicht real ist. Aber im Film wird gesagt, dass wir in einer elektromagnetischen Station sind, und ich weiß nicht, was mit dir ist, Bruder, aber jedes mal, wenn ich an dieser Betonwand da entlang gehe, tun meine Zahnfüllungen weh.“ -- („Orientierung“)

    • Auch der Dialog zwischen den Überlebenden, als sie die Taste zum ersten Mal selber drücken sollen, spiegelt die Situation wider („Orientierung“):

Locke: „Du drückst, Jack.“

Jack: „Was?“

Locke: „Du musst es tun.“

Jack: „Das machst du schön selber.“

Locke: „Nein, du hast den Film gesehen, Jack. Das ist... das ist ein Zweipersonenjob, mindestens.“

Sayid: „Das Argument ist irrelevant.“

Jack: „Sayid, hör auf.“

Sayid: „Jack--“

Jack: „Nein. Es ist nicht real. Hör zu, du willst auf diese Taste drücken, dann tu es selbst.“

Locke: „Wenn es nicht real ist, wieso bist du dann zurückgekommen, Jack? Warum fällt es dir so schwer, daran zu glauben?!“

Jack: „Warum fällt es dir so leicht?!“

Locke: „Es ist niemals leicht gewesen.“

Kate: „Vielleicht solltest du es einfach tun.“

Jack: „Nein. Es ist bloß ne Taste.“

Locke: „Ich schaff das nicht allein, Jack. Ich will es auch nicht. Das ist eine Frage des Vertrauens, Jack.“ -- („Orientierung“)

    • Die Meinungsverschiedenheit zwischen Jack und Locke erreicht einen neuen Höhepunkt, als „Henry Gale“ in die Station gebracht und von Sayid gefoltert wird. Um Locke dazu zu bringen, ihm die geänderte Kombination des Schlosses der Waffenkammer zu verraten, hält Jack ihn davon ab, die Taste zu drücken, als bereits der 4-Minuten-Countdown ertönt („Einer von Ihnen“):

Jack: „Öffne die Tür!“

Locke: „Lass mich los.“

Jack: „Sonst was? Du willst zu deinem Computer? Dann mach die Tür auf. Du hast weniger als eine Minute, John. Du solltest dich ranhalten.“

Locke: „Das würdest du nicht tun.“

Jack: „Was? Was würde ich nicht tun?“

Locke: „Wenn der Alarm... du würdest riskieren, dass wir alle draufgehen?“

Jack: „Du hast es einmal geschafft, mich dazu zu überreden, John. Aber jetzt ist es deine Sache. Du willst kein Risiko eingehen, du. Wieso ich? Ich glaube nicht, dass irgend etwas passieren würde, wenn wir bei null sind.“

Locke: „Jack!“

Jack: „Du willst wissen, was passieren wird? Lass uns einfach abwarten, dann wissen wir's.“ -- („Einer von Ihnen“)

    • Seit dem Verriegelungsvorgang leidet Locke an einer Glaubenskrise, da "Henry" den Computer benutzen musste, weil Locke unter einer Brandschutztür eingeklemmt war. Zunächst behauptet "Henry", dass er wie angewiesen die Taste gedrückt hat. („Verriegelt“) Später leugnet er dies jedoch wieder und meint, dass der Countdown nach der Anzeige von Hieroglyphen wieder auf 108 zurückgesprungen ist. („Dave“) Erst später wird deutlich, wie enorm betroffen Locke von dieser Unwissenheit ist. Durch ein Gespräch mit Rose, die wie er von der Insel geheilt wurde, schafft er es, diese Phase der Frustration zu überwinden und sich von dem Drücken der Taste zu lösen („S.O.S.“):

Rose: „Was führt dich hier runter an den Strand? Ich kann mich nicht erinnern, dich in letzter Zeit außerhalb der Station gesehen zu haben.“

Locke: „Ich hab die Station satt.“

Rose: „Na klar, du bist frustriert. Sobald die Schiene ab ist, wirst du ganz schnell wie früher durch die Gegend rennen.“

Locke: „Hmm. Schnell ist für Jack leider mindestens.. vier Wochen.“

Rose: „Aber Schätzchen, wir beide wissen doch, dass es nicht so lange dauern wird.“ -- („S.O.S.“)

Ana-Lucia: „Ich hab deinen Computer bedient.“

Locke: „Das ist nicht mein Computer.“

Ana-Lucia: „Wo warst du?“

Locke: „Musste mir einfach... mal die Beine vertreten.“ -- („S.O.S.“)

    • Durch die Entdeckung der Perlen-Station findet erneut ein Glaubenswechsel statt: Locke ist überzeugt davon, dass das Drücken der Taste tatsächlich nur ein psychologisches Experiment ist, während Eko mehr denn je von der Wichtigkeit überzeugt ist und dafür seinen bisherigen christlichen Glauben (symbolisiert durch den Bau der Kirche) vernachlässigt. („? (Fragezeichen)“), („Drei Minuten“)

Locke: „Wieso wichtig? Bitte entschuldige, aber hast du.. hast du nicht denselben Film gesehen?“

Eko: „Doch, John. Und ich glaube, dass deine Arbeit jetzt wichtiger ist, als je zuvor.“

Locke: Welche... Arbeit?

Eko: „Den Computer zu bedienen.“

Locke: „Das ist keine Arbeit. Das ist.. das ist eh.. ein Witz. Ratten in einem Irrgarten... aber ohne Käse.“

Eko: „Es ist Arbeit, John. Wir werden getestet.“

Locke: „Getestet?“

Eko: „Wir drücken die Taste, wir geben die Zahlen ein. Aber nicht, weil es uns in einem Film gesagt wurde.“

Locke: „Oh, na dann... Aus welchem Grund tun wir es dann... Mr. Eko?“

Eko: „Wir tun es, weil wir es für unsere Bestimmung halten. Ist das nicht der Grund, weswegen du es getan hast?“

Locke: „Ich war noch nie für etwas... bestimmt. Nicht für das kleinste Bisschen! Jede einzelne Sekunde meines erbärmlichen kleinen Lebens, ist so nutzlos wie diese Taste! Du hältst das für wichtig? Du hältst das für notwendig? Das ist gar nichts. Es ist gar nichts. Es ist bedeutungslos. Und wer bist du, mir zu sagen, dass es nicht so ist?“ [...] Eko: „Dieses Kreuz hat früher mein Bruder Yemi getragen. Yemi war ein großer Mann, ein Priester. Ein Mann Gottes. Und weil ich ihn betrogen habe, wurde er erschossen. Er ist tot. Er wurde in ein Flugzeug gezerrt. Das Flugzeug hat abgehoben in Nigeria, eine halbe Welt von hier entfernt. Dann ist das Flugzeug, in dem ich saß, auf dieser Insel abgestürzt. Und was auch passiert ist.. hier hab ich meinen Bruder wiedergefunden. Ich hab ihn in dem Flugzeug gefunden, das in Nigeria abgehoben hatte. Das selbe Flugzeug, das über unseren Köpfen liegt und diesen Ort verborgen hielt. Ich habe dieses Kreuz von Yemis Brust genommen und es wieder mir umgehängt... wo es schon einmal gehangen hat, bis zu dem Tag, als ich das erste Mal jemanden tötete... Also frage ich dich: Wie kannst du sagen, das wär bedeutungslos? Ich glaube, dass die Arbeit in der Station wichtiger ist, als alles andere. Wenn du nicht bereit bist, weiter den Computer zu bedienen, werde ich es tun.“ -- („? (Fragezeichen)“)

Charlie: „Also... du wachst auf, mitten in der Nacht, schnappst dir deinen Jesus-Stock und rennst einfach in den Dschungel. Du rufst nicht an. Du schreibst nicht...“

Eko: „Es tut mir leid. Ich musste was erledigen.“

Charlie: „Verstehe. Ja...“

Eko: „Charlie, würdest du mir einen Gefallen tun? Es wär schön, wenn du mir meine Sachen bringen würdest. Hierher.“

Charlie: „Und weswegen? Willst du hier einziehn? Brauchst du etwa.. ne sturmfreie Bude?“

Eko: „Ja. Ich werde hier einziehen.“

Charlie: „Und was.. was wird aus unserer Kirche? Ich dachte, es wäre unsere Bestimmung sie zusammen zu bauen.“

Eko: „Ich habe jetzt eine andere Bestimmung gefunden.“ -- („Drei Minuten“)

    • Desmond lässt sich daraufhin zunächst ebenfalls von Locke davon überzeugen, dass das Drücken der Taste sinnlos ist und gemeinsam beschließen sie, herauszufinden, was passiert, wenn sie den Countdown ablaufen lassen. Sie sperren Eko mit einem Trick aus der Station aus und warten dann ab. Während dieser Zeit kommt Desmond durch den Protokollausdruck, den Locke aus der Perlen-Station mitgebracht hat, zu dem Schluss, dass es doch wichtig ist, die Taste zu dücken, aber Locke zerstört den Computer und verhindert damit eine Umkehr ihres Entschlusses. Am Ende stellt sich heraus, dass Locke Unrecht hatte, was dieser dann auch einsieht und Desmond ist gezwungen, das Sicherungssystem zu betätigen. („Zusammen leben − Alleine sterben, Teil 1“), („Zusammen leben − Alleine sterben, Teil 2“)


Staffel 3Bearbeiten

  • Auch Ben hat einen ausgeprägten Glauben an die Insel und das Schicksal, weshalb auch er als "Mann des Glaubens" bezeichnet werden kann. Dies wird besonders in einem Gespräch mit Jack deutlich („Der Preis des Lebens“):

Ben: „Glaubst du an Gott, Jack?“

Jack: „Tust du's?“

Ben: „Ich wusste von meiner Krankheit genau zwei Tage und was fällt da vom Himmel? Ein Spezialist für Wirbelsäulenchirurgie. Wenn das kein Beweis für Gott ist, was sollte dann einer sein?“ -- („Der Preis des Lebens“)

  • Nach der Wirbelsäulenoperation heilt Ben langsamer als erwartet und die Wunde infiziert sich. Er ist auch eine Weile danach immer noch auf den Rollstuhl angewiesen, was laut Locke daran liegt, dass die Anderen es durch ihren heuchlerischen Lebensstil nicht verdienen, auf der Insel zu leben („Der Mann aus Tallahassee“):

Ben: „Es war nicht gerade einfach. [Locke sieht ihn an.] Ständig mit dir zusammen in der Station zu sein. Zu wissen, dass ich nicht einfach frei rumlaufen konnte. Und dich nicht nach deinem Geheimnis fragen zu dürfen, ohne zu verraten wer ich wirklich bin.“

Locke: „Na dann frag mich jetzt... Jetzt da ich weiß, wer du wirklich bist.“

Ben: „Ist es sofort passiert? Gleich als hier hergekommen seid?“

Locke: „Ja.“

Ben: „Und du konntest wieder laufen? Das Gefühl ist sofort nach dem Absturz zurückgekommen?“

Locke: „Das bedeutet das Wörtchen "sofort", Ben. Du fragst dich, wieso es nicht auch bei dir so ist. Du kommst nicht so schnell auf die Beine, wie du es gern hättest. Wie lange ist es her seit Jack dich operiert hat? Eine Woche? Und da wir grad dabei sind, wie bist du überhaupt krank geworden?“ -- („Der Mann aus Tallahassee“)

Ben: „Warum bist du so wütend, John?“

Locke: „Weil du betrügst. Du und deine Leute, ihr kommuniziert mit der Außenwelt, wann immer ihr wollt. Ihr kommt und geht, wie es euch gefällt. Ihr habt Strom in euren Häusern, fließendes Wasser und Waffen. Du bist ein Heuchler. Ein Pharisäer. Du hast es nicht verdient, auf dieser Insel zu sein. Wenn du eine Ahnung hättest, was es mit all dem auf sich hat, dann würdest du dir kein Hühnerfleisch in den Kühlschrank stellen.“

Ben: „Du bist seit 80 Tagen auf der Insel, John, und ich hab mein Leben hier verbracht. Wieso denkst du also, du kennst die Insel besser als ich?“

Locke: „Weil du im Rollstuhl sitzt, und ich nicht.“ -- („Der Mann aus Tallahassee“)

Ben: „Mach die Taschenlampe lieber aus, John.“

Locke: „Wieso?“

Ben: „Jacob hält genau so wenig von Technologie wie du.“ -- („Der Mann hinter dem Vorhang“)

  • Die gesamten Vorgänge in Jacobs Hütte unterstreichen erneut die Unterschiede zwischen Ben und Locke: Locke meint, dass Ben nur „eine Show abzieht“ und verrückt ist, während Ben es bedauert, dass Locke „nicht in der Lage ist, zu sehen.“ Locke konnte Jacob jedoch im Gegensatz zu Ben hören, was letzteren dazu bringt, dass er Locke in einen Hinterhalt führt, anschießt und zurücklässt. Da Locke jedoch laut einer Vision von Walt noch „eine Aufgabe“ erfüllen muss, stirbt er nicht an der Schussverletzung. („Der Mann hinter dem Vorhang“)
  • Als Jack nach der Deaktivierung des Störsenders in der Spiegel-Station und des Notsignals im Sendeturm das Satellitentelefon benutzen will, um das Frachtschiff zu kontaktieren, will Locke ihn davon abhalten, da er von Bens Aussage, dass das für die Inselbewohner „der Anfang vom Ende“ sei, überzeugt ist. („Hinter dem Spiegel, Teil 2“)


Staffel 4Bearbeiten

  • Rose fragt, ob Jacks Blinddarmentzündung von der Insel ausgelöst wurde. („Die Operation“)
  • Hurley nimmt seine Pillen nicht und ist daher in der Lage, mit Charlie zu sprechen. Im Gegensatz dazu nimmt Jack aus bisher noch unbekanntem Grund Pillen. („Die Operation“)
  • Jack sagt, dass er nicht an Wunder glaubt und Locke sagt: „Das ist keine Insel. An diesem Ort geschehen Wunder. Und-und wenn du das nicht glaubst, wenn du das nicht glauben kannst, dann... lass dich von dem überraschen, was ich bald tue.(„Die Rückkehr, Teil 2“) Auch nach der Verschiebung der Insel weigert Jack sich immer noch, das zu akzeptieren, was er gesehen hat. („Die Rückkehr, Teil 3“)



ParadoxaBearbeiten

Locke, der Mann des Glaubens, der laut Ben Technologie verabscheut, verwendet wiederholt verschiedene Technologien und Prinzipien, die der Wissenschaft zuzuordnen sind, um seine „Bestimmung“ zu erfüllen. Allgemein entsprechen seine Handlungen häufig dem Empirismus, dessen Hauptvertreter der Philosoph John Locke war, das heisst, er gewinnt Erkenntnisse durch Ausprobieren. Beispiele dafür sind der Entschluss, herauszufinden, was passiert, wenn die Taste nicht gedrückt wird („Zusammen leben − Alleine sterben, Teil 1“), („Zusammen leben − Alleine sterben, Teil 2“), die nicht hinterfragte Befolgung der Aufforderung des Schachcomputers in der Flammen-Station („Die Flamme“) oder die Untersuchung des Sonarzauns, die daraus besteht, dass er Mikhail einfach hineinstößt, um zu sehen, was passiert. {{quervw|3x12} Ein Beispiel für angewandte physikalische Prinzipien ist das Trebuchet, mit dem er versucht, die Luke zu öffnen. („Im Loch“)

Zwei anderweitig erwähnenswerte Paradoxa sind die Entdeckung der Luke an sich („Fährtensucher“) sowie die Vorfälle in Jacobs Hütte („Der Mann hinter dem Vorhang“):

  • Locke und Boone entdecken die Luke zufällig, während sie in der Nacht auf der Suche nach Claire sind. Boone will zurückkehren und Locke wirft ihm eine Taschenlampe zu, die er jedoch nicht fängt. Als sie auf dem Boden aufschlägt, trifft sie die verborgene Luke und die beiden werden durch das metallische Geräusch darauf aufmerksam. Interpretiert man die Taschenlampe wie eine moderne Fackel, also als Symbol für Weisheit und Erleuchtung, ergibt sich hier zunächst eine Vorahnung auf die weitere Entwicklung der Verbindung zwischen Locke und Boone: Die Weitergabe der „Fackel“ steht dafür, dass Boone Locke als eine Art Meister betrachtet und von ihm lernen will. Dass er sie nicht fängt, symbolisiert den Umstand, dass Boone nicht in der Lage ist, das Gelernte zu verstehen oder anzuwenden, was zu seinem Fall bzw. seinem Tod führt. („Deus Ex Machina“) Unter der Betrachtung der Taschenlampe als Werkzeug der Wegfindung in der Dunkelheit ergibt sich eine weitere Interpretation: Locke ist auf der Suche nach seiner Bestimmung auf der Insel, weiß aber weder wie sie aussieht, noch wo sie sich befindet. Da die Szene nachts spielt und da die Luke von Ranken verdeckt ist, übersieht er sie. Erst durch die Taschenlampe selbst, jedoch nicht durch den von ihr abgestrahlten Lichtstrahl findet er die Luke. („Fährtensucher“)
  • In Jacobs Hütte zweifelt Locke zunächst an Bens Verstand und glaubt, dass er nur „eine Show abzieht.“ Auch als er Jacobs Stimme hört, glaubt er zunächst, dass diese von Ben erzeugt wird. Erst als er seine Taschenlampe einschaltet, was ihm jedoch eigentlich von Ben verboten wurde, da Jacob seiner Aussage nach Technologie so sehr hasst wie Locke es auch tut, wird Jacob aktiv, woraufhin Locke die Hütte panisch verlässt. Locke war also nicht bereit, von Anfang an und ohne Zweifel an Jacob zu glauben sondern war erst auf Wissenschaft in Form der Taschenlampe angewiesen, um einen Beweis zu erhalten, auch wenn er später zunächst weiterhin der Meinung ist, dass alles nur von Ben inszeniert wurde. („Der Mann hinter dem Vorhang“)


Siehe auchBearbeiten



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